Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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BAFA-Beratungsförderung bis Ende 2022 gültig

Die Richtlinie zur Beratungsförderung wurde Anfang 2021 bis zum Ende diesen Jahres verlängert. KMU, die im Verlängerungszeitraum keinen Antrag gestellt haben, können noch bis 31.12.2022 die Förderung einer Unternehmensberatung beantragen.

Im Einzelnen gilt die Beratungsförderung unabhängig von der bisherigen Inanspruchnahme ab 01.01.2021 bis 31.12.2022 wie folgt:

  • Jung- und Bestandsunternehmen können nur eine Förderung einer Unternehmensberatung erhalten. Das heißt, dass ein Unternehmen die Förderung einer "Allgemeinen Beratung" oder einer "Speziellen Beratung" beantragen und gefördert bekommen kann.
  • Die Aufteilung der Bemessungsgrundlage (bei Jungunternehmen 4.000 Euro/bei Bestandsunternehmen 3.000 Euro) auf mehrere Beratungen ist nicht möglich.
  • Bei der Antragstellung als "Unternehmen in Schwierigkeiten" kann das Unternehmen nach der Unternehmenssicherungsberatung einen Antrag auf Förderung einer Folgeberatung stellen und diese gefördert bekommen.
  • Der Wechsel eines Jungunternehmens (KMU bis zwei Jahre) in ein Bestandsunternehmen (KMU ab dem dritten Jahr) oder in ein "Unternehmen in Schwierigkeiten" bewirkt nicht, dass eine weitere Förderung beantragt werden könnte. Diese Möglichkeit ist ausgeschlossen.

Für die Durchführung der Beratung und die Einreichung der Verwendungsnachweisunterlagen nach erfolgter Beratung gilt ab Zugang der unverbindlichen Inaussichtstellung der Förderung (Zusendung des Informationsschreibens nach Antragstellung) gewöhnlich eine Frist von 6 Monaten. Spätestens jedoch am 31.12.2022 zum Auslaufen der Förderrichtlinie muss die Beratung abgeschlossen sein und die Verwendungsnachweisunterlagen bei der Leitstelle vorliegen.

Wer wird wie gefördert

Jungunternehmen (KMU bis zwei Jahre nach Gründung) können eine Allgemeine Beratung oder eine Spezielle Beratung gefördert bekommen.

  • Max. Bemessungsgrundlage (Nettoberatungskosten) 4.000 Euro
  • Neue Bundesländer (ohne Berlin und Region Leipzig), Fördersatz 80%, max. Zuschuss 3.200 Euro
  • Region Lüneburg, Fördersatz 60%, max. Zuschuss 2.400 Euro
  • Alte Bundesländer (ohne Region Lüneburg) einschl. Berlin und Region Leipzig, Fördersatz 50%, max. Zuschuss 2.000 Euro

Bestandunternehmen (KMU ab dem dritten Jahr nach Gründung) können eine Allgemeine Beratung oder eine Spezielle Beratung gefördert bekommen.

  • Max. Bemessungsgrundlage (Nettoberatungskosten) 3.000 Euro
  • Neue Bundesländer (ohne Berlin und Region Leipzig), Fördersatz 80%, max. Zuschuss 2.400 Euro
  • Region Lüneburg, Fördersatz 60%, max. Zuschuss 1.800 Euro
  • Alte Bundesländer (ohne Region Lüneburg) einschl. Berlin und Region Leipzig, Fördersatz 50%, max. Zuschuss 1.500 Euro
  • Die Beratung darf bei Bestandsunternehmen nicht länger als fünf Tage bzw. 40 Stunden dauern, wobei die Tage nicht aufeinanderfolgen müssen (ohne Berichtserstellung und ohne Reisezeiten).

Unternehmen in Schwierigkeiten (KMU, die die Voraussetzung im Sinne von Nr. 20a oder 20b der Leitlinien für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung nichtfinanzieller Unternehmen in Schwierigkeiten (2014/249/01) in der aktuellen Fassung erfüllen) können eine Unternehmenssicherungsberatung und eine Folgeberatung gefördert bekommen.

  • Max. Bemessungsgrundlage (Nettoberatungskosten)  3.000 Euro
  • Bundesweit, Fördersatz 90%, max. Zuschuss 2.700 Euro

Was wird gefördert

  • Allgemeine Beratungen sind Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.
  • Spezielle Beratungen sind Beratungen für KMU, die von Unternehmerinnen, Migranteninnen und Migranten, von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Behinderung geführt werden oder zur betrieblichen Integration von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Migrationhintergrund, zur Gestaltung der Arbeit für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Behinderung, zur Fachkräftegewinnung und -sicherung, zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zur alternsgerechten Gestaltung der Arbeit sowie zur Nachhaltigkeit und zum Umweltschutz.
  • Unternehmenssicherungsberatungen sind Beratungen, um die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen und um Entlassungen vorzubeugen.
  • Folgebratungen sind zusätzliche Beratungen zur Vertiefung der Maßnahmen zur Wiederherstellung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu allen wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung.

Betrugs und Korruptionsprävention

Auf der Internetseite des Europäischen Sozialfondes (ESF) können Sie über das anonyme Online-Kontaktformular Hinweise zu Betrugs- und Korruptionsverdachtsfällen melden.

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