Zentralverband des
Deutschen Handwerks

Preis für Handwerksgeschichte 2026

Am 30.1.2026 wurden zum zweiten Mal Preise für Handwerksgeschichte im Meistersaal im Haus des Deutschen Handwerks verliehen. Hier finden Sie die Preisträger und Hintergründe.
Preis für Handwerksgeschichte

Preisträger 2026

Im Zuge des Preises für Handwerksgeschichte 2026 wurden folgende Betriebe und Organisationen ausgezeichnet:

mit dem Preis für Handwerksgeschichte:

  • der Meister der Einbandkunst e.V., 52062 Aachen,
  • der Dachverband der Restauratoren im Handwerk e.V., 70469 Stuttgart,
  • die Theod. Mahr Söhne GmbH, 52068 Aachen.

mit einer besonderen Erwähnung für handwerksgeschichtliches Engagement:

  • die Flaschnerei+Sanitär GmbH, 75365 Calw

Bei der Preisverleihung am 30.1.2026 von 18:00 bis 20:00 Uhr wurden die Urkunden von ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke und den Laudatoren überreicht. Die Veranstaltung moderierte Patrick Neumann vom Handwerk Magazin.

Alle Fotos finden Sie hier.

Die Slideshows und Laudationes zu den Projekten

  • Essig Flaschnerei+Sanitär GmbH - Das Tagebuch von Heinrich Essig (1862–1934)
    Slideshow
  • Essig Flaschnerei+Sanitär GmbH - Das Tagebuch von Heinrich Essig (1862–1934)
    Laudatio
  • Meister der Einbandkunst e.V., Wanderausstellung „Meisterhafte Unikate – 100 Jahre Einbandkunst“
    Slideshow
  • Meister der Einbandkunst e.V., Wanderausstellung „Meisterhafte Unikate – 100 Jahre Einbandkunst“
    Laudatio
  • Dachverband der Restauratoren im Handwerk e.V., Zeitschrift „Restaurator im Handwerk“
    Slideshow
  • Dachverband der Restauratoren im Handwerk e.V., Zeitschrift „Restaurator im Handwerk“
    Laudatio
  • Theod. Mahr Söhne GmbH, „185 Jahre Theod. Mahr Söhne GmbH“ – Firmenarchiv und Museum
    Slideshow
  • Theod. Mahr Söhne GmbH, „185 Jahre Theod. Mahr Söhne GmbH“ – Firmenarchiv und Museum
    Laudatio

Hintergrund

Im Frühjahr 2025 wurde der Preis für Handwerksgeschichte zum zweiten Mal ausgelobt. Bewerben konnten sich Handwerksbetriebe und Handwerksorganisationen, die mit selbst initiierten Geschichtsprojekten ihre eigene Geschichte reflektieren und sie gezielt für ihre Kommunikation einsetzen. Eine große Bandbreite an Formaten konnte eingereicht werden: Analoge oder digitale Veröffentlichungen wie Bücher, Broschüren, Filme oder Websites, Archivprojekte, Sammlungsprojekte, Ausstellungsprojekte, Mischformen oder andere Formate. Wichtig war, dass sich die Projekte an die Öffentlichkeit wenden (Zugänglichkeit, Bewerbung, Erklärung und Vermittlung). Der Abschluss der Projekte durfte nicht länger als 10 Jahre vor dem Jahr des Bewerbungsschlusses zurückliegen.

Inhaltlich mussten die Projekte vor allem einen Bezug zur Handwerksgeschichte erkennen lassen. Ansonsten gab es keine epochenspezifischen, thematischen oder geografischen Einschränkungen. Als Bewertungskriterien der Jury wurden u.a. benannt:

  • Projekte beinhalten die Geschichte des Betriebs bzw. der Organisation.
  • Projekte sollten die Geschichte von Handwerksberufen darstellen.
  • Projekte sollten möglichst quellen- und objektorientiert sein.

Weitere mögliche Qualitätskriterien:

  • Technische Relevanz,
  • Standortrelevanz,
  • Einbindung von Fachwissenschaftlern,
  • Besonderes ehrenamtliches Engagement für den Dialog zwischen Handwerk und Gesellschaft bzw. Wissenschaft.

Bis zum Bewerbungsschluss am 16. Juni 2025 gingen bundesweit 55 Bewerbungen beim ZDH ein, davon 31 von Betrieben und 24 von Organisationen. 19 Handwerkszweige wurden abgedeckt, darüber hinaus gab es durch Bewerbungen von Kreishandwerkerschaften und Handwerkskammern eine Reihe von gewerkeübergreifenden Anträgen. Aus 29 der bundesweit 53 Handwerkskammerbezirke wurden Bewerbungen eingereicht.

Die Jury zur Bewertung der Bewerbungen wurde vom ZDH einberufen. Ihr gehörten an:

  • Vorsitz: Berthold Schröder, Präsident der HWK Dortmund und des Westdeutschen Handwerkskammertags (WHKT)
  • ZDH-Geschäftsführung vertreten durch Dr. Peter Weiss
  • Stefan Buhren von der Verlagsanstalt Handwerk
  • Dr. Ulrich Soénius, Direktor Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln, Vorsitzender des InAH, Handwerkshistoriker
  • Dr. Thomas Felleckner, Beauftragter für Netzwerkmanagement und Kulturförderung und Leiter des historischen Archivs der HWK Braunschweig-Lüneburg-Stade, Handwerkshistoriker
  • Prof. Dr. Reinhold Reith, ex-Universität Salzburg, Handwerkshistoriker
  • Dr. Senta Herkle, Universität Wien, Handwerkshistorikerin

Die Jurysitzung fand am 14. Oktober 2025 im ZDH statt. Aus den 55 Bewerbungen wurden drei Preise für Handwerksgeschichte und eine besondere Erwähnung für handwerksgeschichtliches Engagement ausgewählt.

Schlagworte