Deutschland braucht jetzt eine Agenda des Aufbruchs
Foto: ZDH/Henning Schacht
"Wer sich nicht bewegt, kommt unter die Räder. Das ist die zentrale Erkenntnis aus den zurückliegenden Wahlen, die auch durch die Politik in Berlin mitbestimmt wurden. Jetzt müssen endlich alle Parteien begriffen haben: Nicht die Veränderung ist unser ärgster Gegner, sondern der Stillstand. Deutschland braucht wieder eine positive gesellschaftliche Erzählung und eine Agenda des Aufbruchs.
In einer schwierigen wirtschaftlichen Lage erwartet das Handwerk jetzt einen politischen Befreiungsschlag. Die strukturellen Probleme des Standorts Deutschland müssen endlich angepackt werden. Im Kern geht es darum, die Belastungen drastisch zurückzufahren, neue Dynamik zu erzeugen und die Resilienz der Wirtschaft zu stärken. Dazu ist es unerlässlich, Betrieben und Beschäftigten wieder mehr Freiheit zurückzugeben: mit weniger Bürokratie, geringeren Steuern und Abgaben sowie bezahlbarer Energie. Die Regierung muss sich dazu schnellstens zusammensetzen und ein schlüssiges Reformkonzept vorlegen.
Gleichzeitig warne ich eindringlich davor, aus den Wahlergebnissen die falschen Schlüsse zu ziehen. Die Antwort kann nicht sein, sich weiter einzumauern, auf die nächsten Landtagswahlen zu schielen oder gar Beschäftigte gegen Unternehmer auszuspielen. Wir müssen jetzt in Deutschland an einem Strang ziehen und gemeinsam Mut zur Veränderung beweisen. Die Bundesregierung wäre gut beraten, sich an die Spitze einer solchen Reformbewegung zu setzen."