Willkommenslotsen

Vor dem Hintergrund des gestiegenen Flüchtlingsaufkommens im Spätsommer 2015 wurde im Dezember 2015 die eigenständige Programmerweiterung „Willkommenslotsen“ vom BMWi aufgelegt. Mit ihrer Hilfe sollen Betriebe bei der Integration von Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung unterstützt werden. Zum 1. März 2016 haben die ersten Willkommenslotsen ihre Arbeit aufgenommen. Zahlreiche weitere folgten sukzessive. Bis Jahresende waren bundesweit rund 150 Willkommenslotsen tätig. Die Lotsen üben ihre Tätigkeit auf der Basis der Richtlinie zur Durchführung des Programms „Passgenaue Besetzung“ aus, allerdings ohne Kofinanzierung durch den Europäischen Sozialfonds (ESF).  

Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen aus der „Passgenauen Besetzung“ konzentrieren sich die Willkommenslotsen bei der Beratung und Unterstützung von Klein-, Mittleren- und Großunternehmen ausschließlich auf die Gruppe der Geflüchteten und Asylbewerber/innen. Die Lotsen vermitteln diese spezielle Zielgruppe dabei nicht nur in Ausbildung, sondern auch in Praktika und Beschäftigung. Aufgrund der Komplexität der zu beachtenden rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Ausbildung und Beschäftigung von geflüchteten Menschen erhalten die Willkommenslotsen über das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) spezielle Schulungen. Dadurch soll sichergestellt werden, dass die Unternehmen stets kompetent und rechtssicher beraten werden.

Zum Fördersegment Passgenaue Besetzung.

Übersicht der Willkommenslotsen

Richtlinie vom 08. September 2017

best practice Beispiele

HWK für Unterfranken - DHZ v. 08.12.2017
(PDF)
Mit der Ausgabe Nr. 23 vom 08. Dezember 2017 veröffentlichte die Deutsche Handwerks Zeitung einen interessanten Artikel über die Projekttätigkeiten einer Willkommenslotsin der Handwerkskammer für Unterfranken.