Brexit

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Der Austritt Großbritanniens aus der EU

Am 31. Januar 2020 ist Großbritannien aus der Europäischen Union ausgetreten. Noch bis Jahresende gilt eine Übergangsperiode, während der das Land weiterhin dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion angehört und daher die EU-Gesetze anwenden muss. Wird diese Übergangsfrist nicht bis Ende Juni um ein bzw. zwei Jahre verlängert, müssen sich beide Partner zumindest in wesentlichen Fragen einigen, sonst droht zum 31. Dezember ein ungeordneter No-Deal-Brexit.

Im Juni 2016 stimmten die Briten in einem Referendum mit einer Mehrheit von 51,9 % zu 48,1 % dafür, dass Großbritannien aus der Europäischen Union austritt ("Brexit").

Im Oktober 2019 einigten sich die EU-Kommission und die britische Regierung unter Premierminister Boris Johnson auf ein neues Austrittsabkommen, das von den jeweiligen Parlamenten bestätigt werden musste. Nachdem die Tory-Partei bei den britischen Unterhauswahlen am 12. Dezember eine absolute Mehrheit erlangt hatte, stimmten Unterhaus (9. Januar) und Europäisches Parlament (29. Januar) für das Austrittsabkommen.

Seit dem 1. Februar besteht das Europäische Parlament nur noch aus 705 Abgeordneten. Die Sitze der 73 ehemaligen britischen Abgeordneten wurden wie folgt verteilt: 46 Mandate wurden für zukünftige EU-Erweiterungen zurückgehalten und die Parlamentsgröße um eben diese Plätze verringert. Die restlichen 27 Sitze wurden auf 14 Mitgliedstaaten umverteilt, die bisher leicht unterrepräsentiert waren. Eine vollständige Liste finden Sie hier. Deutschland bleibt mit 96 Sitzen das Land mit den meisten Europaabgeordneten.

Weiterführende Links zum Brexit finden Sie hier:

Brexit: EU-Außenminister nehmen EU-Verhandlungsmandat an

[26.02.2020]

Die EU-Außenminister haben am 25. Februar das Brexit-Verhandlungsmandat für die EU angenommen.
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Weitere Informationen finden Sie in unserem Rundschreiben:

Britische Regierung und EU einigen sich auf Austrittsabkommen

Die Europäische Union und Großbritannien haben eine vorläufige Einigung zum Austritt Großbritanniens aus der EU gefunden. Der neue Kompromiss wurde am 17. Oktober von den Staats- und Regierungschefs der EU befürwortet. Der Text muss nun …
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Auswirkungen des Brexit auf das Handwerk

Das Handwerk bedauert die Entscheidung der Briten vom Juni 2016, die Europäische Union zu verlassen. Der Austausch zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich ist für beide Länder ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und hat zu einer starken Verflechtung der beiden Volkswirtschaften geführt.

Jetzt muss alles dafür getan werden, dass der Brexit so reibungslos wie möglich abgewickelt wird. Die Integrität des europäischen Binnenmarktes muss indes gewahrt bleiben. Nur so können negative Auswirkungen auch für das deutsche Handwerk vermieden werden. Besonders die Einführung von Zollkontrollen und der damit einhergehende bürokratische Aufwand würden Handwerksunternehmen abschrecken. Einfache und übersichtliche Exportregeln haben daher Priorität. Dies gilt nicht nur für den Güterexport. Auch der Handel mit Dienstleistungen sowie die Personenfreizügigkeit müssen zu fairen Bedingungen möglich bleiben.

Was das konkret für Unternehmen bedeutet, das erfahren Sie hier:

Brexit-Vorbereitung für Handwerksbetriebe

Aufgrund der tiefen Verstrickung zwischen Großbritannien und der EU können durch den Brexit unerwartete Folgen für Unternehmen entstehen.
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Umsatzsteuer- und Zollvorschriften nach Brexit

Nach dem Brexit sind bei der Lieferung nach sowie bei Werklieferungen (u.a.) in Großbritannien und Nordirland durch deutsche Unternehmer abweichende Vorschriften zu beachten.
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