Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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Überbrückungshilfe IV (Förderzeitraum Januar bis März 2022)

Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag beträgt 10 Mio. Euro pro Monat. Anträge können seit 7. Januar 2022 gestellt werden.
Mann am Computer

Auch Unternehmen, die infolge von Corona-Regelungen wegen Unwirtschaftlichkeit freiwillig geschlossen haben, können zunächst zeitlich befristet vom 1. bis 31. Januar 2022 die Überbrückungshilfe IV beantragen, sofern Sie die sonstigen Antragsvoraussetzungen erfüllen. Die Überbrückungshilfe IV kann nur über einen prüfenden Dritten beantragt werden. Die Antragsfrist für Erstanträge endet am 30. April 2022.

Ausgewählte Antragsvoraussetzungen

  • Coronabedingter Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum Referenzmonat 2019 (kleine Unternehmen [weniger als 50 Mitarbeiter und Jahresumsatz /Bilanzsumme max. 10 Mio. Euro] und Kleinstunternehmen [weniger als 10 Mitarbeiter und Jahresumsatz/Bilanzsumme max. 2 Mio. Euro] haben ein Wahlrecht und können stattdessen auch den durchschnittlichen monatlichen Umsatz des Jahres 2019 als Vergleichsumsatz heranziehen) 
  • Unternehmen mit weltweitem Umsatz in Höhe von 750 Mio. Euro in 2020 – Ausnahmeregelungen siehe FAQ 1.1

Ausschlusskriterien, u.a. 

  • Unternehmen  befand sich per 31. Dezember 2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gemäß EU-Definition und hat diesen Status seither nicht überwunden
  • Gründung erfolgte nach dem 30. September 2021
  • Soloselbständige im Nebenerwerb

Der Antragsteller hat glaubhaft darzulegen, dass die entstandenen Umsatzeinbrüche coronabedingt sind (bspw. werden Umsatzeinbrüche bei Betriebsferien nicht als coronabedingt eingestuft; gleiches gilt für Liefer- und Materialengpässe bzw. für Probleme bei der Mitarbeiterrekrutierung).

Liegt der Umsatz eines Unternehmens 2020 bei mindestens 100 Prozent im Vergleich zu 2019, ist davon auszugehen, dass etwaige Umsatzschwankungen nicht coronabedingt sind. In diesem Fall wäre ein stichhaltiger Nachweis erforderlich, dass der Umsatzeinbruch im I. Quartal 2022 gleichwohl coronabedingt ist (z. B. Betroffenheit behördlicher Schließungsanordnung, Auf- bzw. Ausbau des Online-Handels) oder es müssen Gründe für einen temporär niedrigeren Umsatz in 2019 (Quarantäne- oder Corona-Fälle der Belegschaft) aufgeführt werden können.

Sonderregelungen 01/2022 (FAQ 1.2)

Eine Antragstellung trotz freiwilliger Schließung oder Einschränkung des Geschäftsbetriebs ist möglich, wenn eine Aufrechterhaltung wegen angeordneter Zutrittsbeschränkungen (3G, 2G, 2GPlus) oder vergleichbarer Maßnahmen (Verbot touristischer Übernachtungen, Sperrstundenregelungen) die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich wäre. Diese Regelung gilt für den Zeitraum 1. Januar bis 28. Februar 2022. 

Der Antragsteller muss dem Steuerberater wirtschaftliche Beweggründe der freiwilligen Schließung oder Einschränkung des Geschäftsbetriebs darlegen; der Steuerberater prüft die Angaben auf Nachvollziehbarkeit und Plausibilität und nimmt die Angaben zu seinen Unterlagen (diese sind auf Nachfrage der Bewilligungsstelle vorzulegen). 

Förderhöhe (FAQ 2.1)

Der maximale Zuschuss beträgt 10.000.000 Euro pro Fördermonat. Die Auszahlung der Förderung erfolgt bis zu den durch das europäische Recht vorgegebenen beihilferechtlichen Obergrenzen und nur, soweit der gewählte Beihilferahmen noch nicht verbraucht ist.  Sofern beispielsweise die Bundesregelung Kleinbeihilfe 2020 genutzt wird, ist für alle hierunter fallenden Hilfsmaßnahmen ein max. Förderbetrag in Höhe von 2,3 Mio. Euro vorgesehen.

Förderhöhe für einzelnes Unternehmen in Abhängigkeit zum Umsatzeinbruch zum Vergleichsmonat

  • bis zu 90 Prozent förderfähige Fixkosten, wenn Umsatzeinbruch < 70 Prozent
  • bis zu 60 Prozent förderfähige Fixkosten, wenn Umsatzeinbruch ≤ 50 Prozent und ≤ 70 Prozent
  • bis zu 40 Prozent förderfähige Fixkosten, wenn Umsatzeinbruch ≤ 30 Prozent und ≤ 50 Prozent

Die Berechnung wird für jeden Monat einzeln vorgenommen.

Antragsberechtigte mit einem monatlichen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent im Dezember 2021 und Januar 2022 erhalten einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 30 Prozent auf die Summe der Fixkostenerstattung nach den Nummern 1 bis 11 für jeden Fördermonat, in dem sie antragsberechtigt sind.

Unternehmen, die von den Absagen der Advents- und Weihnachtsmärkte betroffen waren, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss in Höhe von 50 Prozent auf die Summe der Fixkostenerstattung nach den Nummern 1 bis 11 für jeden Fördermonat, in dem sie antragsberechtigt sind, sofern sie im Dezember 2021 einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent aufweisen.

Förderfähige Kosten (FAQ 2.4)

Der Unternehmerlohn ist nicht förderfähig.

Bitte beachten Sie einige Abweichungen zum bisherigen Katalog förderfähiger Kosten - insbesondere bezüglich baulicher Maßnahmen (Hygiene) und Kassenumrüstung.

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