Zentralverband des
Deutschen Handwerks
29.10.2020

Belgien: Auch deutsche Firmen profitieren von Fördermaßnahmen

Deutsche Unternehmen, die in Belgien mit einer Niederlassung, Tochtergesellschaft oder dergleichen registriert sind, haben den gleichen Zugang zu Fördermitteln wie die inländischen.

Die belgischen Ausgaben für das Corona-Krisenmanagement haben sich seit Ausbruch der Pandemie im März 2020 bis Mitte Juli auf 15 Mrd. EUR summiert. Insgesamt will Belgiens Regierung 50 Mrd. EUR für Kreditgarantien für Unternehmen und Selbstständige bereitstellen. Unternehmen mit Corona-bedingten Liquiditätsengpässen können einen zinslosen Aufschub von Zahlungen der Mehrwert-, Berufs-, Gesellschafts- und weiteren Steuern beantragen.

Bei einer durch das Coronavirus verursachten zeitweiligen ‘Beschäftigungslosigkeit wegen höherer Gewalt‘ werden Arbeitslose in Höhe von 70 Prozent ihrer durchschnittlichen Entlohnung unterstützt. Es gilt dabei allerdings eine Obergrenze von 2.755 EUR.

Förderungen im Zuge der Covid-19-Krise bieten auch die drei belgischen Regionen an. Unternehmen in Flandern, deren Geschäftsbereich ausgesetzt ist, können für die ersten 21 Tage eine Förderung von 4.000 EUR und danach täglich 160 EUR erhalten. Für Umsatzeinbußen gibt es eine Kompensationsprämie von 3.000 EUR. Wallonische Unternehmen, deren Tätigkeit vollständig ruht, haben Anspruch auf 5.000 EUR, bei reduzierter Geschäftsausübung ist es die Hälfte. Darüber hinaus offeriert Wallonien regionale Kreditgarantien. Die Hauptstadtregion Brüssel bietet öffentliche Kreditgarantien und Mikrodarlehen bis zu 15.000 EUR sowie Unterstützungen für kulturelle Einrichtungen, den Kreativsektor und Genossenschaften.

Deutsche Unternehmen, die in Belgien mit einer Niederlassung, Tochtergesellschaft oder dergleichen registriert sind, haben den gleichen Zugang zu Fördermitteln wie die inländischen. Zusätzlich erhalten sie regionale Unterstützungen, je nachdem, ob sich die Firma in Flandern, Wallonien oder der Hauptstadtregion Brüssel befindet.

Quellen: www.gtai.de;
                Nachrichten für Außenhandel Nr. 177 vom 14. September 2020

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