Zentralverband des
Deutschen Handwerks
24.02.2020

Wichtige Schwellenländer bauen ihre Wettbewerbsfähigkeit aus

Viele Schwellenländer haben in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um wettbewerbsfähiger zu werden. Die Türkei, Russland und China liegen an der Spitze des Rankings.

Viele Schwellenländer haben in den vergangenen Jahren große Anstrengungen unternommen, um wettbewerbsfähiger zu werden. Die Standortattraktivität von sieben Ländern wurde 2019 zum zweiten Mal vom ZEW mit dem „Länderindex Familienunternehmen - Emerging Markets“ beleuchtet anhand wichtiger Standortmerkmale wie Steuern, Arbeitsmärkte, Infrastruktur und Rechtssystem mit Blick auf die Anforderungen großer familienkontrollierter Unternehmen.

Trotz politischer Spannungen und Sorgen um Demokratie und Rechtsstaatlichkeit haben die Türkei, Russland und China ihre Standortattraktivität verbessert und  liegen an der Spitze des Rankings. Dahinter folgen mit Abstand Südafrika und Mexiko; Schlusslichter mit deutlichem Abstand sind Indien und Brasilien.

In Russland können Unternehmen auf gut ausgebildete Arbeitskräfte zugreifen. Die Bereiche Besteuerung, Regulierung sowie Energiekosten werden ebenfalls positiv bewertet. Die größte Schwäche des Standorts wird in den Institutionen des Landes gesehen: Wegen autokratischer Tendenzen erzielt das Land hier das zweitschlechteste Ergebnis. In den Kategorien Rechtssicherheit und Eigentumsrechte schneidet Russland ebenfalls schlecht ab.

Ähnlich wie Russland bietet die Türkei günstige Steuerregelungen und ein liberales Regulierungsumfeld sowie gut ausgebildete Arbeitskräfte. Größte Schwachstelle sind auch hier die institutionellen Bedingungen.

Chinas Staatsführung geht hart gegen Kriminalität und Korruption vor, die Finanzierungsbedingungen sind gut. Klare Standortschwäche ist der Arbeitsmarkt. Die hohen Löhne stehen einer vergleichsweise geringen Produktivität gegenüber, zudem gibt es Defizite beim Bildungsniveau.

Der „Länderindex Familienunternehmen - Emerging Markets“ ist beim Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH Mannheim (ZEW) verfügbar.

Quellen: www.zew.de;
                Märkte der Welt Nr. 1 vom 9. Januar 2020

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