Zentralverband des
Deutschen Handwerks
30.06.2020

Bund verbessert Exportgarantien für erneuerbare Energien

Ab sofort können Exporte im Bereich der erneuerbaren Energien mit ausländischen Zulieferungen in Höhe von bis zu 70 % mit einer Bundesdeckung abgesichert werden.

Ab sofort können Exporte im Bereich der erneuerbaren Energien mit ausländischen Zulieferungen in Höhe von bis zu 70 % mit einer Bundesdeckung abgesichert werden. Damit will die Bundesregierung den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und international vorantreiben. Normalerweise ist der Sicherungsanteil für ausländische Zulieferungen auf 49 % begrenzt.

Zudem verzichtet der Bund zukünftig auf das Anzahlungserfordernis für im Zielland anfallende lokale Kosten, wenn der Deckungsnehmer dies beantragt. Damit wird den zunehmenden Lokalisierungsanforderungen im Bereich der erneuerbaren Energien besser Rechnung getragen. Deutsche Unternehmen haben mit ihren Schlüsseltechnologien und Know-how für die Gestaltung der nationalen und globalen Energiewende große Wachstumschancen in den Auslandsmärkten. Der dort herrschende intensive Wettbewerb wird nicht nur über die Technologie, sondern zunehmend über die Finanzierungsangebote entschieden.

Teil dieser „Sonderinitiative Erneuerbare Energien“ ist außerdem eine verstärkte Marktbearbeitung zur Unterstützung deutscher Exporteure in den Zielmärkten durch die Exportinitiative Energie des Bundeswirtschafts-ministeriums. Weiterhin sollen die Prüf- und Entscheidungsprozesse für die Übernahme von Hermesdeckungen optimiert werden, um Exporteure in frühen, für die Auftragsvergaben kritischen Zeitpunkten besser begleiten zu können.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 94 vom 15. Mai 2020

Schlagworte