Zentralverband des
Deutschen Handwerks
Zentralverband des
Deutschen Handwerks
05.05.2022

Ukraine-Krieg: EU-Kommission genehmigt deutsche Beihilferegeln

Zusätzlich zu den bereits genehmigten Beihilfen wegen des Ukraine-Kriegs hat die EU-Kommission am 4. Mai eine weitere deutsche Rahmenregelung zur Unterstützung von Unternehmen aller Wirtschaftszweige (außer Kredit- und Finanzinstitute) genehmigt.

Vorgesehen sind zusätzliche Hilfen mit einem Gesamtvolumen von rund 11 Mrd. Euro als Kreditbürgschaften („Garantieregelung“) und zinsvergünstigte Darlehen.

Im Einzelnen:

  • Unternehmen können neue Darlehen aufnehmen, die durch eine staatliche Bürgschaft von bis zu 90 Prozent des Darlehensbetrags besichert werden (oder 35 Prozent, wenn Verluste zunächst zu Lasten des Staates und erst danach zu Lasten der Kreditinstitute gehen).
  • Im Rahmen der Regelung für zinsvergünstigte Darlehen können die Beihilfeempfänger Darlehen zu ermäßigten Zinssätzen erhalten, um ihren Investitions- und/oder Betriebsmittelbedarf zu decken.
  • Der maximale Darlehensbetrag je Empfänger beträgt entweder 15 Prozent des durchschnittlichen jährlichen Gesamtumsatzes oder 50 Prozent der während eines vorab festgelegten Zwölfmonatszeitraums angefallenen Energiekosten.
  • In Ausnahmefällen kann der Darlehensbetrag erhöht werden, um den Liquiditätsbedarf eines Begünstigten für einen Zeitraum von zwölf (im Fall kleiner oder mittlerer Unternehmen) oder von sechs Monaten (bei großen Unternehmen) zu decken.
  • Die Laufzeit der Bürgschaften und Darlehen darf acht Jahre nicht überschreiten.
  • Die Hilfen müssen bis zum 31. Dezember 2022 gewährt werden.

Europa aktuell

Weitere europapolitische Meldungen finden Sie hier:

Europa aktuell

Schlagworte