Zentralverband des
Deutschen Handwerks
08.07.2021

OECD/G20-Einigung zu neuen Unternehmenssteuerregeln

Am 1. Juli haben sich die OECD-Staaten auf einen Kompromiss bezüglich globaler Steuerregeln geeinigt.

130 von 139 Ländern haben das entsprechende Statement unterschrieben. So sollen alle multinationalen Konzerne mit über 20 Mrd. € Umsatz und einer Vor-Steuer-Profitabilität von über 10% fairer besteuert werden, indem Besteuerungsrechte sich weniger am Heimatland oder an physischer Präsenz, sondern vielmehr an den Orten der Unternehmensaktivität und Profitgenerierung orientieren. Eine Mindestbesteuerung von Unternehmen in Höhe von 15% soll Steuerdumping limitieren, ohne den fairen Steuerwettbewerb zu verhindern.

Es ist jedoch noch nicht klar, wie mit der Zurückhaltung von Irland, Ungarn und Estland umzugehen ist, wenn es um die europäische Umsetzung der OECD-Einigung geht. Die EU sollte sich darauf beschränken, die OECD-Einigung umzusetzen. Ein zusätzliches EU-Eigenmittel in Form einer EU-Digitalabgabe würde die internationale Einigung untergraben und ein falsches Zeichen an unsere internationalen Partner senden. Die Kommission hat versichert, einer OECD-Einigung in ihrem für den 14.7.2021 erwarteten Gesetzgebungsvorschlag zur Digitalabgabe Rechnung zu tragen.

Das Statement finden Sie auf Englisch hier.

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