Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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13.10.2021

OECD einigt sich auf globale Unternehmenssteuerreform

Am 8. Oktober haben sich 136 OECD-Länder auf eine umfangreiche Unternehmenssteuerreform geeinigt.

Zuletzt traten noch Estland, Ungarn und Irland der Einigung bei, somit sind nun alle EU-Mitgliedstaaten an Bord.

Die Reform betrifft multinationale Konzerne mit einem Umsatz von mehr als 20 Mrd. €. Sie sollen künftig für 25 Prozent ihrer Gewinne ab einem Profitabilitätsschwellenwert von 10 Prozent in den Ländern steuerpflichtig werden, in denen der Gewinn erwirtschaftet wird. Alle anderen Gewinne werden weiterhin im Land des Firmensitzes besteuert. Betroffen wären etwa 100 Konzerne weltweit.

Zudem soll eine globale Mindestbesteuerung von 15 Prozent für Unternehmen mit mehr als 750 Mio. € Umsatz eingeführt werden.

Die OECD geht davon aus, dass im Zuge dieser Einigung jährlich weltweit etwa 130 Mrd. € zusätzliche Steuereinnahmen generiert werden. Aus Sicht des Handwerks ist dies ein Beitrag zu einem faireren Steuerwettbewerb mit kleinen und mittleren Unternehmen.

Frankreich strebt eine Umsetzung der OECD-Einigung auf Ebene der EU-Mitgliedstaaten während der französischen Ratspräsidentschaft im 1. Halbjahr 2022 an, um eine Anwendung ab 2023 zu ermöglichen. Zur vollen Umsetzung ist eine lange Übergangsfrist von 10 Jahren vorgesehen.

Die Details zur Einigung hat die OECD hier zusammengefasst.

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