Zentralverband des
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20.07.2022

Kommission stellt Plan für sichere Gasversorgung vor

Am 20. Juli hat die EU-Kommission ihren Plan für eine sichere Versorgung mit Gas für die kommenden Winter vorgestellt, um möglichen weiteren Unterbrechungen von Gaslieferungen bis hin zum Totalausfall aus Russland zu begegnen.

Bei einem Totalausfall russischer Lieferungen ist von einem Füllstand der Speicher von rund 65 bis 71 Prozent bis zum Beginn der Heizsaison 2022 auszugehen. Die Speicher würden dann im Verlauf der Heizperiode bis März 2023 nahezu leer sein. Unter der Annahme, dass der globale Gasmarkt bis dahin weiter unter Druck steht, wäre die Wiederbefüllung der Speicher problematisch.

Auf freiwilliger Basis soll der Bedarf an Gas in den Mitgliedstaaten (MS) deshalb vom 1. August bis zum 31. März 2023 durch Substitution, Nachfragereduzierung und marktbasierte Instrumente um 15 Prozent gesenkt werden.

Der Verordnungsvorschlag sieht zudem vor, dass die EU-Kommission einen „Unionsalarm“ ausrufen kann, sofern die ernstzunehmende Gefahr einer erheblichen Unterversorgung besteht. In dem Fall würde sie laut Vorschlag befugt, das 15 Prozent-Ziel für jeden MS (einzeln) verpflichtend zu machen. Ausnahmen für besonders abhängige MS von bis zu 5 Prozentpunkten sind möglich.

Der Energie-Ministerrat wird den Verordnungsvorschlag am 26. Juni erörtern.

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