Zentralverband des
Deutschen Handwerks
10.07.2021

G20-Staaten einigen sich auf Mindestbesteuerung von Unternehmen

Auf dem G20-Gipfel in Venedig am 10. Juli haben sich die Finanzminister der weltweit wichtigsten Industrie- und Schwellenländer darauf geeinigt, dass alle international tätigen Unternehmen mindestens 15 Prozent Steuern zahlen müssen.

Zudem sollen große Unternehmen nicht mehr nur in ihrem Mutterland besteuert werden, sondern auch da, wo sie gute Gewinne machen. Somit müssten auch Digitalkonzerne, die durch Internetverkäufe oder Werbeklicks auch in anderen Ländern hohe Gewinne erzielen, dort Steuern zahlen.

Die deutsche Körperschaftssteuer beträgt 15 Prozent, hinzu kommen noch Gewerbesteuern und der Solidaritätszuschlag. 

Nach dem Beschluss der G20-Staaten sollen jetzt Detailfragen geklärt werden. Unter anderem wird noch darum gerungen, wie genau man Unternehmensgewinne definiert.

Die Reform soll 2023 auf Grundlage eines multilateralen völkerrechtlichen Vertrags in Kraft treten. Es kann sein, dass dafür die bereits existierenden nationalen Digitalsteuern in Frankreich, Spanien und Italien zurückgenommen werden müssen.

Die G20-Erklärung finden Sie auf Englisch hier.

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