Zentralverband des
Deutschen Handwerks
15.03.2021

EU-UK: Regierung verschiebt Zollkontrollen für EU-Waren auf 2022

Die Regierung des Vereinigten Königreichs hat am 11. März angekündigt, den Zoll-Leitfaden "Border Operating Model" zu überarbeiten. Der ursprüngliche Zeitplan zur schrittweisen Einführung der Zollkontrollen wird nach hinten verlagert.

Der neue Zeitplan sieht folgende Änderungen vor:

  • Obligatorische Vorabanmeldungen werden erst ab dem 1. Januar 2022 eingeführt.
  • Die Möglichkeit, Zollanmeldungen für Standardwaren nachzureichen, wird bis zum 1. Januar 2022 verlängert. Importeure können demzufolge die vollständige Einfuhranmeldung bis zu sechs Monate nach der Einfuhr einreichen.

Ursprünglich vorgesehen war die vollständige Umsetzung bis zum 1. Juli 2021. Die geplanten Anforderungen bleiben unverändert für kontrollierte Ware. Die Einführung der neuen Anforderungen für Waren mit tierischem Ursprung sowie für Pflanzenprodukte wird vom 1. April auf den 1. Oktober 2021 verschoben. Verstärkte Kontrollen von SPS-Waren (sanitäre und phytosanitäre Maßnahmen) werden erst ab dem 1. Januar 2022 stattfinden.

Den Zollleitfaden der britischen Regierung finden Sie hier.

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