Zentralverband des
Deutschen Handwerks
09.09.2021

EU-Parlament stimmt über Farm-to-Fork-Strategie ab

Am 9. und 10. September stimmen die Europaabgeordneten der Ausschüsse Umwelt und Landwirtschaft in einer gemeinsamen Sitzung über die Kompromissänderungsanträge und zum Initiativbericht zur Strategie „Vom Hof auf den Tisch“ (Farm-to-Fork-Strategie) ab.

Aus Handwerkssicht sind die geplante Einführung einer verpflichtenden Lebensmittelkennzeichnung auf der Verpackung von Lebensmitteln sowie die Einführung von Nährwertprofilen die falschen Instrumente, um die Ernährung der Konsumenten in der EU zu verbessern. Für kleine und mittlere Handwerksbetriebe sind diese Pflichten in der Praxis schlicht nicht umsetzbar. Eine Ausnahme für Lebensmittelbetriebe, die nicht standardisiert produzieren, ist daher unbedingt zu befürworten.

Der EU-Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Unternehmens- und Marketingpraktiken (Code of Conduct) sollte eine freiwillige Selbstverpflichtung bleiben und darf nicht, wie in den Änderungsanträgen gefordert, unter Umständen zu gesetzgeberischen Maßnahmen führen.

Der finale Bericht wird abschließend dem Plenum zur Abstimmung vorgelegt.

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