Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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30.06.2022

EU lässt ab 2035 nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zu

Am frühen Morgen des 29. Juni haben sich die EU-Umweltminister in Luxemburg auf eine Position zu CO₂-Emissionsnormen für neue Pkw und leichte Nutzfahrzeuge geeinigt.

Die sogenannten Flottengrenzwerte für Autos sollen bis 2035 auf null sinken. Ein Verbot des Verbrennungsmotors ab 2035 lehnten im Vorfeld Italien, Portugal, Bulgarien, Rumänien und die Slowakei ab, stattdessen plädierten Sie für ein Aus frühestens 2040. Großbritannien, Schweden, Dänemark, die Niederlande und Belgien forderten dagegen, bereits 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotor mehr in der EU zuzulassen.

Mit dieser Forderung konnten sie sich zwar nicht durchsetzen, es wurde aber an anderer Stelle ein Kompromiss gefunden. Die Vereinbarung lässt auf Drängen Deutschlands und anderer Mitgliedstaaten die Möglichkeit offen, dass Neuwagen, deren Verbrennungsmotor mit synthetischen Kraftstoffen wie etwa Rapsöl betrieben wird, auch nach 2035 zugelassen werden können.

Zudem wurden Zwischenziele festgelegt. Bis 2030 sollen die CO₂-Emissionen neuer Pkw auf 55 Prozent und die leichter Nutzfahrzeuge auf 50 Prozent gesunken sein. Bis dahin sollen Kaufprämien und andere Begünstigungen für emissionsfreie und emissionsarme Fahrzeuge auslaufen. Gleichzeitig soll bis dahin eine ausreichende Infrastruktur für alternative Kraftstoffe aufgebaut wird.

Mit der Ratsposition können nun die Trilogverhandlungen beginnen. Kernstück dieser Verhandlungen wird die Frage sein, inwiefern synthetische Kraftstoffe zugelassen werden sollen.

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