Zentralverband des
Deutschen Handwerks
06.05.2021

EU-Kommission veröffentlicht aktualisierte EU-Industriestrategie

Die EU-Kommission hat am 5. Mai die EU-Industriestrategie vom März vergangenen Jahres vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Coronakrise aktualisiert.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen fokussieren sich auf

  • Krisenfestigkeit des europäischen Binnenmarktes
  • Stärkung der offenen strategischen Autonomie Europas
  • Beschleunigung des Übergangs zu einer grüneren und digitalen EU-Industrie

Die Krisenfestigkeit des Binnenmarktes wird als zentrales Element der Industriestrategie angesehen. Ausgehend von dem Gedanken, dass er europäischen Unternehmen Sicherheit und Wachstumsmöglichkeiten bieten muss, um die Unabhängigkeit des Europäischen Wirtschaftsraums vor globalen Herausforderungen zu schützen, schlägt die Kommission drei Maßnahmen vor:

  • Notfallinstrument zur Sicherstellung des freien Personen-, Waren- und Dienstleistungsverkehrs in künftigen Krisenzeiten
  • Vertiefung des Binnenmarktes durch Harmonisierung wichtiger Unternehmensdienstleistungen, Digitalisierung der Marktüberwachung und gezielte Maßnahmen für KMU
  • Jährliche Überwachung der Entwicklung des Binnenmarktes in 14 Wirtschaftsbereichen (14 industrielle Ökosysteme)

Die 14 industriellen Ökosysteme sind: Baugewerbe, digitale Industrie, Gesundheitssektor, Agrar- und Lebensmittelsektor, erneuerbare Energien, energieintensive Industriezweige, Transport- und Automobilindustrie, Elektronikindustrie, Textilindustrie, Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie, Kultur- und Kreativwirtschaft, Tourismus, Lokal- und Sozialwirtschaft sowie Einzelhandel.

Die EU-Industriestrategie und weitere Informationen finden Sie hier.

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