Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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09.03.2022

EU-Kommission stellt Pläne zur Energieunabhängigkeit vor

Die EU-Kommission hat am 8. März ihre Pläne für eine zügige Unabhängigkeit von russischen Energieimporten vorgestellt.

Gasimporte stehen dabei im Fokus. Nach Berechnungen der Kommission ist ein vollständiger Verzicht auf russische Gasimporte bereits vor 2030 realisierbar.

Teilweise könnten bereits innerhalb eines Jahres die Energieimporte aus Russland um zwei Drittel verringert werden. Die EU bezieht 90 Prozent ihres Erdgases aus Importen, wovon Russland rund 40 Prozent liefert. Öl und Kohle werden zu 27 bzw. 46 Prozent aus Russland bezogen.

Auffüllung der Gasspeicher

Die Gasspeicher decken im Winter rund 30 Prozent des europäischen Bedarfs. Für April ist deshalb ein Rechtsvorschlag geplant, der die Auffüllung der Speicher in der EU zu 90 Prozent jeweils zum 1. Oktober verpflichtend macht.

Überwindung von russischer Energieabhängigkeit

Zum einen soll die Versorgung diversifiziert werden, insbesondere Importe von LNG (Flüssiggas) aus den USA, Qatar, Ägypten und Westafrika sollen steigen. Auch Wasserstoff und Biomethan sollen laut Kommission eine größere Rolle spielen. Zudem wird ein beschleunigter Ausstieg aus den fossilen Energieträgern gefordert. Eine bessere Energieeffizienz, mehr Energieeffizienz in Gebäuden sowie mehr erneuerbare Energien sollen dazu beitragen, dass der Energiebedarf sinkt.

Die Kommissions-Mitteilung für eine energieunabhängigere EU finden Sie hier.

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