Zentralverband des
Deutschen Handwerks
15.07.2021

EU-Kommission stellt „Fit für 55-Paket“ vor

Die EU-Kommission hat am 14. Juli den ersten Teil des “Fit für 55”-Pakets vorgelegt.

Es dient der Anpassung des europäischen Rechtsrahmens an das im europäischen Klimagesetz festgeschriebene Ziel, die Treibhausgasemissionen der EU bis zum Jahr 2030 um 55% gegenüber dem Referenzjahr 1990 zu verringern und bis 2050 Klimaneutralität zu erreichen.

Veröffentlicht wurden insgesamt 15 Vorhaben, aus Handwerkssicht sind insbesondere folgende zu nennen:

  • Emissionshandel (ETS): Das europäische Emissionshandelssystem soll künftig auch die Luft- und Seeschifffahrt umfassen. Darüber hinaus soll ein separates Emissionshandelssystem für Gebäude und Verkehr errichtet werden. Die Hersteller fossiler Heiz- und Brennstoffe sollen ab 2026 Zertifikate kaufen müssen.
  • Grenzausgleichsmechanismus (CBAM): Der CBAM soll ab 2025 eingeführt werden und verhindern, dass die energieintensive Produktion in Länder mit weniger ambitionierten Klimaauflagen und daher günstigeren Produktionsbedingungen abwandert.
  • Klimasozialfonds: Der Klimasozialfonds ist eine neue Initiative, die ergänzend zur Erweiterung des Anwendungsbereichs des ETS auf Verkehr und Gebäude geschaffen wird. Ein Teil der ETS-Erlöse soll in den neuen Fonds fließen und sozial benachteiligte Haushalte und Kleinstunternehmen von Kosten entlasten.
  • CO2-Standards für Kfz und leichte Nutzfahrzeuge: Die Kommission beabsichtigt, bestehende Obergrenzen für den CO2-Ausstoß pro Kilometer - bezogen auf die ganze Flotte eines Herstellers - weiter zu senken. Für das Jahr 2035 ist eine Reduktion der Emissionswerte auf Null im Vergleich zu 2021 vorgesehen, sodass dann nur noch emissionsfreie Fahrzeuge zugelassen werden könnten.

Die Gesetzgebungsvorschläge finden Sie auf Englisch hier.

Die vollständige ZDH-Pressemitteilung gibt es hier.

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