Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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24.02.2022

EU-Kommission legt Vorschlag für Lieferkettengesetz vor

Am 23. Februar hat die EU-Kommission ihren Richtlinienvorschlag für ein europäisches Lieferkettengesetz vorgelegt.

Unternehmen sind gemäß Artikel 2 des Vorschlags vom Anwendungsbereich der Richtlinie betroffen, wenn sie

  • mehr als 500 Mitarbeiter haben und einen Umsatz von über 150 Mio. € erwirtschaften.
  • mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigen und einen Umsatz von über 40 Mio. € erwirtschaften, der mindestens zur Hälfte in einem Hochrisikosektor erzielt wurde. Als Hochrisikobranchen gelten: Herstellung von Kleidung, Leder, Schuhen sowie Großhandel mit Textilien, Kleidung und Schuhen.
  • in einem Drittstaat ansässig sind und entweder einen Umsatz von über 150 Mio. € in der EU erzielen oder mindestens 50 Prozent ihres Umsatzes in einem Hochrisikosektor erwirtschaften und dabei einen Umsatz zwischen 40 und 150 Mio. € erzielen.

Faktisch schlägt die Kommission vor, die meisten Handwerksbetriebe mit bis zu 500 Mitarbeitern und einem Umsatz von maximal 150 Mio. € vom Anwendungsbereich auszunehmen.

Richtlinienvorschlag und Anhang finden Sie auf Englisch hier.

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