Zentralverband des
Deutschen Handwerks
17.05.2021

EU-Kommission legt Frühjahrsprognose vor

Am 12. Mai hat die EU-Kommission ihre volkswirtschaftliche Frühjahrsprognose veröffentlicht.

EU

Nach einer Erholungsphase im Sommer 2020 stagnierte die europäische Wirtschaft im vierten Quartal 2020 und im ersten Quartal 2021, nachdem neue Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit eingeführt wurden, um die COVID-19-Fallzahlen einzudämmen. Im Zuge der steigenden Impfquoten und der Lockerung der Beschränkungen dürfte sich die Wirtschaft jedoch sowohl EU-weit als auch im Euro-Währungsgebiet kräftig erholen. Diese Erholung wird von privaten Konsumausgaben, Investitionen und einer steigenden Nachfrage nach EU-Exporten durch die sich belebende Weltwirtschaft getragen.

Die öffentlichen Investitionen im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung dürften 2022 den höchsten Stand seit mehr als einem Jahrzehnt erreichen.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal 2021 um 1,7 Prozent. Die strengen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die seit vergangenem Dezember in Kraft sind, haben die Aktivität im Gastgewerbe, im Freizeitsektor sowie im Non-Food-Einzelhandel weiter gedrückt. Obwohl sich die Industrieproduktion im März erholte, wurde sie durch eine Verknappung von Halbleiterkomponenten zu Beginn des Jahres geschwächt. Eine Belebung der Wirtschaftstätigkeit in der zweiten Jahreshälfte wird durch die Aufhebung der Corona-Beschränkungen und den anhaltend starken Export erwartet. Die Kommission prognostiziert, dass die Wirtschaftstätigkeit Ende 2021 wieder das Vorkrisenniveau erreichen wird.

Die vollständige Frühjahrsprognose der EU-Kommission finden Sie auf Englisch hier.

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