Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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08.12.2021

EPSCO beschließt allgemeine Ausrichtung zur Lohntransparenz

Auf der Tagung des Rates "Beschäftigung und Soziales" (EPSCO) ist am 6. Dezember eine allgemeine Ausrichtung zur Lohntransparenz-Richtlinie beschlossen worden.

Mit dieser gehen die Mitgliedstaaten unter der französischen EU-Ratspräsidentschaft im 1. Halbjahr 2022 in die Trilogverhandlungen mit Europaparlament und EU-Kommission.

Das sind die wichtigsten Forderungen des Rats:

  • Anwendungsbereich der Richtlinie: über 250 Beschäftigte (Art. 8)
  • Anwendungsbereich erweitert auf Jobbewerber (Art. 2 (3) neu)
  • Unternehmen mit 50 oder weniger Beschäftigten ("Klein- und Kleinstunternehmen") sollen durch eine Entscheidung des Mitgliedstaates, in dem sie niedergelassen sind, von der Verpflichtung befreit werden können, ihren Beschäftigten die Kriterien, die sie für die Festlegung der Lohnentwicklung ihrer Beschäftigten verwenden, "leicht zugänglich" zu machen (Art 6 (2) neu).
  • Es ist jedoch keine Ausnahme von der Verpflichtung vorgesehen, die Kriterien, die ein Arbeitgeber zur Festlegung des Entgelts und des Lohnniveaus seiner Arbeitnehmer anwendet, zugänglich zu machen.

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