Zentralverband des
Deutschen Handwerks
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16.03.2022

EP-Rechtsausschuss stimmt für Berichtsentwurf zur CSRD

Am 15. März hat der Rechtsausschuss des Europäischen Parlaments (JURI) für den Berichtsentwurf von Pascal Durand (F, Liberale) zur Nachhaltigkeitsberichterstattungs-Richtlinie CSRD gestimmt.

Die verabschiedete Version zur CSRD enthält die folgenden handwerksrelevanten Inhalte:

  • Der Anwendungsbereich umfasst alle großen Unternehmen (inkl. Banken) nach Definition der Bilanz-Richtlinie (Überschreitung von zwei der folgenden drei Kriterien: 250 Mitarbeiter, 40 Mio. € Umsatz, 20 Mio. € Bilanz). Für alle KMU soll die Berichterstattung zunächst freiwillig sein.
  • Die EU-Kommission wird beauftragt, mittels delegiertem Rechtsakt eine Definition für „Hochrisikosektoren“ zu schaffen. Dazu gehören Textil, Landwirtschaft, Bergbau und Mineralien. Große Unternehmen aus „Hochrisikosektoren“ sollen anschließend zusätzliche Daten zu ihrer Nachhaltigkeit veröffentlichen, die über die normale Nachhaltigkeitsberichterstattung hinausgehen.
  • Auch der von der Kommission vorgeschlagene freiwillige KMU-Standard wird ausdrücklich unterstützt, um KMU die freiwillige oder indirekt erforderliche Berichterstattung zu erleichtern.

Die Trilogverhandlungen dürften sich über mehrere Monate hinziehen, sodass die CSRD voraussichtlich im 2. oder 3. Quartal 2022 verabschiedet wird.

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