Zentralverband des
Deutschen Handwerks
11.03.2021

CSR Lieferketten: EP-Plenum stimmt für Wolters-Initiativbereich

Am 10. März hat das Plenum des Europaparlaments mit breiter Mehrheit für den Initiativbericht der niederländischen Sozialdemokratin Lara Wolters zu verschärften Sorgfaltsprüfungen in der Lieferkette gestimmt.

Am 10. März hat das Plenum des Europaparlaments mit breiter Mehrheit für den Initiativbericht der niederländischen Sozialdemokratin Lara Wolters zu verschärften Sorgfaltsprüfungen in der Lieferkette gestimmt (504 Ja-Stimmen, 79 dagegen, 112 Enthaltungen).

Damit stellt sich das EU-Parlament hinter die Forderung nach einem neuen EU-Gesetz, das Unternehmen dazu verpflichten soll, die Einhaltung von Menschenrechts- und Umweltstandards sowie eine gute Unternehmensführung in ihren Wertschöpfungsketten sicherzustellen. Bei Verstößen sollen die Firmen haften, es sei denn, sie können nachweisen, dass sie alle Sorgfaltspflichten befolgt und Maßnahmen ergriffen haben, um Verstößen vorzubeugen.

Unternehmen, die einen Zugang zum EU-Binnenmarkt haben wollen, sollen nachweisen müssen, dass sie Umwelt- und Menschenrechtsvorgaben einhalten. Das soll sowohl für Unternehmen mit Niederlassung in einem EU-Mitgliedstaat gelten als auch für Betriebe mit Sitz außerhalb der EU. Ebenso sollen die Regeln für KMU gelten, die entweder börsennotiert oder in Hochrisikobranchen tätig sind.

EU-Justizkommissar Didier Reynders will seinen Gesetzgebungsvorschlag im Juni vorlegen.

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