Zentralverband des
Deutschen Handwerks
21.01.2021

Corona-Krise: EU-Gipfel beschließt mehr Antikörper-Schnelltests und bessere Anerkennung von Testergebnissen / EU-Kommission legt Mitteilung vor

Am 21. Januar haben sich die europäischen Staats- und Regierungschefs per Videokonferenz über die Erfahrungen und den Stand der nationalen Impfstrategien ausgetauscht. Der Rat einigte sich einstimmig darauf, mehr Antikörper-Schnelltests einzusetzen und gegenseitige Covid-19-Testergebnisse vermehrt anzuerkennen. An den EU-Außengrenzen soll verstärkt kontrolliert, Testungen von Reisenden aus Drittstaaten besser koordiniert werden.

Zudem veröffentlichte die EU-Kommission am 19. Januar eine Mitteilung zum vereinten Kampf gegen Corona, die den derzeitigen Stand der Maßnahmen zusammenfasst. Zu den wichtigsten Aspekten, welche die nationalen Regierungen bei ihren COVID-19-Impfkampagnen berücksichtigen sollen, gehören:

  • die Kapazitäten für die Bereitstellung von COVID-19-Impfstoffen, einschließlich qualifizierten Personals und der einschlägigen Medizinprodukte und Schutzausrüstungen
  • der einfache und erschwingliche Zugang zu Impfstoffen für Zielgruppen
  • logistische Aspekte für den Einsatz von Impfstoffen (Lager- und Transportbedarf, insbesondere Kühlketten)
  • eine klare Kommunikation des Nutzens, der Risiken und der Bedeutung von COVID-19-Impfstoffen

Neue oder weitergehende grundsätzliche Regelungen zu Mobilitätsbeschränkungen lehnt die EU-Kommission derzeit noch ab. Verkehrskorridore für erforderliche Reisen sollen offenbleiben, Kontrollen an den EU-Binnengrenzen werden als nicht zielführend angesehen. Die Kommission unterstützt jedoch Maßnahmen wie Tests bei der Ankunft oder Quarantäne für Personen, die aus Hochrisikogebieten zurückkehren.

Die Kommissionsmitteilung zum vereinten Kampf gegen Corona finden Sie auf Englisch hier.

Weitere europapolitische Meldungen gibt es hier.

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