01.11.2017

Versorgung mit Breitbandanschlüssen

Der Anschluss an Breitband-Internetverbindungen hat sich längst zu einer zentralen Standortbedingung für unternehmerisches Handeln entwickelt. Aus Sicht der Handwerksbetriebe führen insbesondere die wachsenden Anforderungen der Digitalisierung von Arbeitsprozessen, die Vorschriften zur Übermittlung betrieblicher Daten über das Internet (z.B. Meldungen an die Sozialversicherungsträger und Finanzämter) und die Verbreitung von eCommerce und eVergabe dazu, dass der Zugang zu leistungsstarken Breitbandnetzen eine unverzichtbare Voraussetzung für die betriebliche Organisation und die Erlangung von Aufträgen ist.  

Heute hat Deutschland im Vergleich mit seinen europäischen Nachbarn noch einen Rückstand hinsichtlich der Erschließung mit hochwertigem Breitband. Notwendig sind Strategien, um hochleistungsfähiges Breitband nicht nur möglichst schnell und perspektivisch weiter ausbaufähig, sondern flächendeckend auch in ländlichen Regionen sicherzustellen.

 

Gemeinsame Erklärung von ZDH, DIHK, Deutschem Bauernverband und Deutschem Landkreistag "Digitale Infrastrukturen für ländliche Räum" (September 2017)

Wirtschaft und Kommunen fordern mehr Tempo beim Glasfaserausbau in den ländlichen Räumen. Die Zukunftsfähigkeit Deutschlands insbesondere außerhalb der Ballungsräume hänge von der flächendeckenden Verfügbarkeit leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen ab. Auch und gerade für die ländlichen Räume berge die Digitalisierung viele Chancen; sie könne zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse "ganz wesentlich beitragen", betonen der Deutsche Landkreistag (DLT), der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), der Deutsche Bauernverband (DBV) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in einem am 13.9.2017 veröffentlichten gemeinsamen Aufruf.       

 

Gemeinsames Positionspapier von ZDH, Deutschem Bauernverband und Deutschem Landkreistag (Oktober 2014)

Deutscher Bauernverband, Deutscher Landkreistag und Zentralverband des Deutschen Handwerks sprechen sich dafür aus, dass auch in ländlichen Räumen hochleistungsfähige Breitbandinfrastrukturen geschaffen werden, um die Lebensfähigkeit dieser wichtigen Regionen zu verhindern. Für die wirtschaftliche Tätigkeit von Handwerk und Landwirtschaft sowie für die Arbeitsfähigkeit der öffentlichen Verwaltungen ist ein schneller Anschluss mit (mindestens) 50 MBit/s unverzichtbar.

Download des Positionspapiers (Stand 8.10.2014)

 

ZDH-Kompakt zu Breitband in ländlichen Räumen (Oktober 2013)

Wirtschaftliche Entwicklung, Lebensqualität und Zukunftsperspektiven ländlicher Räume hängen entscheidend von einer Versorgung mit schnellem Internet ab. Insbesondere für Handwerksbetriebe sind leistungsfähige Anschlüsse unverzichtbar,

Download

 

Breitbandatlas

Der "Breitbandatlas" der Bundesregierung dokumentiert die aktuelle Versorgungslage in den Regionen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie will mit dem Breitbandatlas mehr Markttransparenz schaffen und alternative Zugangstechnologien bekannt machen.  

=> Zum Breitbandatlas und zu weiteren Informationen zum Themenbereich siehe Info-Portal des BMWI: zukunft-breitband.de  

Im Breitbandatlas wird ein hoher Abdeckungsgrad der deutschen Bevölkerung konstatiert. Dort wird jedoch auch verdeutlicht, dass in vielen ländlichen Regionen, aber auch in einigen Ballungsräumen, immer noch infrastrukturelle Lücken bestehen bzw. unzureichende Bandbreiten vorhanden sind. Der Breitbandatlas kann auch keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben. Bei Detailprüfungen zeigt sich , dass in angeblich versorgten Gebieten weiterhin unerschlossene Flächen vorhanden sind. Auch für Handwerksbetriebe im ländlichen Raum stellen diese Versorgungslücken erhebliche Wettbewerbsnachteile dar.  

Informationen des BMVI

 

 

Fördermöglichkeiten

Angesichts der großen Bedeutung von Breitbandanschlüssen für die Zukunftsfähigkeit von Regionen sollten die Handwerksorganisationen vor Ort die Versorgungslage und die Anforderungen der ansässigen Unternehmen beobachten. In den betroffenen Gebieten sollten die kommunalen Körperschaften für diese Probleme sensibilisiert werden, um ggf. gemeinsam die bestehenden Fördermöglichkeiten auszuschöpfen und das Engagement von Netzbetreibern anzuregen. Die Seite "Zukunft Breitband" bietet dazu Hilfestellung und informiert über eine Reihe von Förderprogrammen.

Weitere Links zu Förderprogrammen

Informationen zum Bundesförderprogramm (Stand Ende 2015)

Breitbandbüro des Bundes

Ziel des Breitbandbüros des Bundes ist es, die Breitbandstrategie der Bundesregierung zu unterstützen. Dazu hält es Kontakt zu den Breitbandeinrichtungen der Länder, erarbeitet Leitfäden zu aktuellen Themen und organisiert und begleitet Dialogveranstaltungen und Workshops. Das Breitbandbüro ergänzt somit die Beratungs- und Informationsangebote der Länder.

Link

 

 

Kompetenzzentren der Länder

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