Was bewegt die Handwerker?

Ergebnisse der ZDH-Umfrage bei Handwerksbetrieben im 3. Quartal 2014

Verkehrspolitik und Gesetzgebung im Verkehrsrecht waren für die Handwerksbetriebe in den vergangenen Jahren mit zusätzlichen Belastungen verbunden. Vielfach unterliegen die Fahrzeuge und Fahrer im Handwerk den gleichen Vorschriften wie im Transportgewerbe, obwohl es signifikante Unterschiede bezüglich Fahrzeugnutzern und -verwendung zwischen Handwerk und Transportgewerbe gibt. Die jeweils intendierten Regelungsziele sind für das Handwerk häufig nicht relevant, verursachen jedoch in den Handwerksbetrieben hohe Kosten und steigenden bürokratischen Aufwand. Der ZDH fordert daher, dass die besonderen Erfordernisse des Handwerks bei der verkehrspolitischen Gesetzgebung auf nationaler, europäischer und kommunaler Ebene stärker berücksichtigt werden.

Zur faktenbezogenen Unterfütterung dieser Forderung hat der ZDH im Rahmen der Konjunkturberichterstattung für das dritte Quartal 2014 gemeinsam mit 25 Handwerkskammern (21 in West- und 4 in Ostdeutschland) eine Umfrage zum Thema "Was bewegt die Handwerker?" durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, einen Überblick über den Fuhrpark der Handwerksbetriebe sowie die Nutzung der Fahrzeuge zu gewinnen. Zusätzlich wurden die Inhaber - vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte über unzureichende Verkehrsinfrastrukturen - dazu befragt, wie sie die aktuellen verkehrspolitischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen beurteilen. Die Informationen schaffen die Grundlage für die gezielte Vertretung der Interessen der Handwerksbetriebe im Rahmen verkehrspolitischer Debatten.

Konkret wurde mit der Umfrage u. a. ermittelt, wie groß der Anteil von Pkw und Lkw der verschiedenen Gewichtsklassen am Handwerksfuhrpark ist und wie alt diese Fahrzeuge sind. Hinzu kamen Fragen zum Einsatzradius der Fahrzeuge sowie ihrer durchschnittlichen jährlichen Kilometerleistung. Auch die Pläne der Inhaber zur Modernisierung ihres Fahrzeugbestands, z. B. durch die Anschaffung von Elektrofahrzeugen, wurden erfasst. Nicht zuletzt wurde erfragt, welche verkehrseinschränkenden und regulatorischen Maßnahmen die Betriebe als Belastung für ihren Geschäftsbetrieb ansehen. Dazu gehören beispielhaft die Einführung innerstädtischer Umweltzonen und die verpflichtende Berufskraftfahrerqualifikation.

Die Antworten der Handwerksbetriebe wurden in einem Online-Umfragemodul erfasst. Dabei wurden die Betriebe in unterschiedlicher Form angeschrieben (postalisch, per E-Mail, telefonisch und per Newsletter) und konnten die Form der Rückantwort (postalisch, per Fax oder Online) wählen. Insgesamt haben sich 2.714 Betriebe an der Umfrage beteiligt. Da sich - wie bei den meisten Umfragen üblich - größere Unternehmen relativ häufiger beteiligt haben als kleinere, wurden die Gesamtergebnisse anhand aktueller Beschäftigtengrößenzahlen gewichtet und hochgerechnet.

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Was bewegt die Handwerker?
(PDF)
Ergebnisse einer SU bei Handwerksbetrieben - 3. Quartal 2014; ZDH; Februar 2015