Überregionaler Absatz und Einkauf des Handwerks

Ergebnisse der ZDH-Umfrage bei Handwerksbetrieben im 3. Quartal 2007

Die letzten absoluten Angaben zum Auslandsengagement im Handwerk lieferte die Handwerkszählung von 1995: Im Jahr 1994 wurden 1,8 Prozent des Gesamtumsatzes des Handwerks im Ausland erzielt. Von den laut Handwerkszählung erfassten 563.204 Vollhandwerks-Unternehmen lieferten 3,1 Prozent oder genau 17.605 ihre Waren und Dienstleistungen auch ins Ausland.

Nachdem in der Vergangenheit viele Hemmnisse für das grenzüberschreitende Angebot von Waren und Dienstleistungen abgebaut wurden, wagen auch immer mehr kleine und mittlere Unternehmen nicht zuletzt des Handwerks den Schritt auf die internationalen Märkte. Diese Tendenz hatte bereits die letzte ZDH-Sonderumfrage zu dem Thema aus dem Jahr 2000 bestätigt. Seither dürften sich die Auslandsaktivitäten des Handwerks weiter verstärkt haben, zumal der Wettbewerbsdruck im Inland aufgrund der bis 2005 stagnierenden bzw. sogar schrumpfenden Inlandsmärkte und einer stark gestiegenen Anzahl von in- als auch ausländischen Konkurrenten deutlich gestiegen ist. Des weiteren haben sich mit der Osterweiterung der Europäischen Union auch die Möglichkeiten für räumlich nahe grenzüberschreitende Aktivitäten erheblich erweitert. Und schließlich dürfte auch die rasche Verbreitung der neuen Informations- und Kommunikationstechnologien im Handwerk zu einer Erleichterung der Auslandsverkäufe und -einkäufe beigetragen haben.  

Vor diesem Hintergrund hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit 30 Handwerkskammern im Rahmen seiner Konjunkturumfrage für das dritte Quartal 2007 eine Umfrage zum Thema „Überregionaler Absatz und Einkauf des Handwerks“ durchgeführt. Ziel der Umfrage war es herauszufinden, wie viele Handwerksunternehmen ihre Waren, Werk- oder Dienstleistungen im Ausland anbieten oder von dort Material, Handelswaren bzw. Fremdleistungen beziehen und wie hoch der Exportumsatz bzw. die Importe sind. Darüber hinaus sollte herausgefunden werden, in welchen Ländern Auslandsgeschäfte getätigt werden, wie sich diese in den letzten 5 Jahren entwickelt haben und auf welcher Art des Auslandsgeschäftes die Schwerpunkte liegen. Schließlich wurde bei den nicht im Ausland aktiven Unternehmen hinterfragt, welche Hemmnisse einem Auslandsengagement entgegenstehen. An der Umfrage haben sich rund 8.500 Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet mit rund 130.000 Beschäftigten beteiligt. Sie wurden in 11 ostdeutschen und 19 westdeutschen Handwerkskammerregionen befragt.

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Überregionaler Absatz und Einkauf des Handwerks
(PDF)
Ergebnisse einer SU bei Handwerksbetrieben - 3. Quartal 2007