08.11.2006

Steuerbonus auf Handwerksleistungen

Ergebnisse der ZDH-Internetumfrage "Steuerbonus auf Handwerksleistungen".

Von Mitte September bis Ende Oktober 2006 hat der ZDH gemeinsam mit den Handwerksorganisationen die Bau- und Ausbauhandwerker auf den ZDH-Internet-Seiten zu den bereits spürbaren Auswirkungen des Steuerbonus’ befragt.

Die wesentlichen Ergebnisse der Umfrage sind:

  • Die zum 1.1.2006 erweiterten Möglichkeiten der steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerksleistungen haben schnell gegriffen: Bereits 10 Monate nach der gesetzlichen Neuregelung geben 38,4 Prozent der teilnehmenden Handwerksbetriebe aus dem Bau- und Ausbaubereich an, positive Impulse des Steuerbonus’ zu spüren. Dem gegenüber können 47,7 Prozent der Antwortenden noch keine positiven Effekte registrieren, 12,3 Prozent trauen sich keine Einschätzung zu (Rest ohne Angabe).
  • Dabei sind den Umfrageergebnissen zufolge mit dem Steuerbonus beachtliche Nachfrageeffekte ausgelöst worden: So geben von den bereits vom Steuerbonus profitierenden Betrieben zwar 27,1 Prozent an, dass schätzungsweise 1-5 Prozent des Umsatzes seit Jahresbeginn auf den Steuerbonus zurückzuführen sind, weitere 31,0 Prozent schätzen den Umsatzzuwachs auf 5-10 Prozent. Bemerkenswert ist allerdings, dass fast jeder Dritte der vom Steuerbonus schon profitierenden Betriebe mehr als 10 Prozent seines Umsatzes darauf zurückführt: So schätzen 15,2 Prozent der Betriebe den Umsatzanteil der Steuerbonusnachfrage auf 10-15 Prozent ein, 11,6 Prozent veranschlagen den Anteil auf 15-20 Prozent und 5,0 Prozent gehen sogar davon aus, dass der Steuerbonus für mehr als 20 Prozent des Umsatzes seit Jahresbeginn verantwortlich ist.
  • Die Ergebnisse sind besonders erfreulich, weil nach den Umfrageergebnissen davon ausgegangen werden muss, dass die Regelungen zur steuerlichen Absetzbarkeit von Handwerkerleistungen in weiten Bevölkerungskreisen noch nicht ausreichend bekannt sind. So berichten 46,3 Prozent der teilnehmenden Betriebe, dass die Kunden von sich aus nicht nach dem Steuerbonus fragen, weitere 40,2 Prozent melden, dass die Kundschaft nur selten nachfragt. Dagegen geben nur 11,2 Prozent der Betriebe an, dass sie von ihren Kunden häufig auf die Steuerermäßigungen angesprochen werden (Rest ohne Angabe).
  • Auf der anderen Seite bewerben die meisten Betriebe die kostensenkenden Wirkungen des Steuerbonus’ aktiv bei ihrer Kundschaft: So versuchen 41,8 Prozent der Handwerksbetriebe, die Vorteilhaftigkeit des Steuerbonus direkt im Kundengespräch mündlich zu vermitteln, weitere 26,6 Prozent setzen dazu schriftliche Informationen ein. 30,3 Prozent der Antwortenden haben diesbezüglich noch keine Aktivitäten unternommen (Rest ohne Angaben).
  • Allerdings hält der weit überwiegende Teil der Betriebe den aktuellen Steuerbonus von 20 Prozent auf maximal 3.000 Euro Arbeitsleistung nicht mehr für ausreichend, wenn am 1.1.2007 der Mehrwertsteuersatz um 3 Prozentpunkte angehoben wird. 84,0 Prozent der Teilnehmer sprechen sich für einen höheren Steuerbonus aus, um der Nachfrage weiter hohe Anreize für Sanierungs- und Modernisierungsleistungen zu bieten. Nur 5,6 Prozent halten den aktuellen Steuerbonus diesbezüglich für ausreichend, 9,1 Prozent der Betriebe sehen sich nicht zu einer Einschätzung in der Lage (Rest ohne Angabe).

Vor diesem Hintergrund werden wir unsere Bemühungen für eine Ausweitung des Steuerbonus’ intensivieren und Sie darüber auf dem Laufenden halten.  

Ausdrücklich gebeten wurden wir, die Umfragergebnisse regional herunter zu brechen. Separat senden wir Ihnen deshalb eine Übersicht, der Sie die regionale Zuordnung der Umfrageteilnehmer entnehmen können. Sie weist aus, dass mit 382 Umfrageteilnehmern (= 25,3 %) der mit Abstand größte Anteil aus dem Kammerbezirk Lübeck kommt. 

Zum Herunterladen

Steuerbonus auf Handwerksleistungen
(PDF)
Endauswertung - Ergebnisübersicht der ZDH-Internetumfrage September/Oktober 2006