13.07.2005

Investitionshemmnisse im Handwerk

Ergebnisse der ZDH-Umfrage bei Handwerksbetrieben im 1. Quartal 1999.

Ein hohes und kontinuierliches Maß an Investitionsaktivitäten ist die unabdingbare Voraussetzung dafür, daß das Handwerk einen hohen Beitrag zu Wachstum und der Schaffung von Arbeitsplätzen leisten kann. Allerdings ist die Investitionstätigkeit im deutschen Handwerk nach den Meldungen der Betriebe in den letzten Jahren rückläufig. Diese anhaltende Investitionszurückhaltung entzieht dem Handwerk langfristig Wachstumsmöglichkeiten und gefährdet die Bewältigung des strukturellen Wandels. Neben dieser negativen mittelfristigen Entwicklung haben jüngste Unfragen gezeigt, dass die Handwerksbetriebe aufgrund der Reformpläne und -beschlüsse der neuen Bundesregierung in höchstem Maße verunsichert sind über ihre weiteren wirtschaftlichen Entwicklungsperspektiven. Die dadurch ausgelösten Planungsunsicherheiten haben die Investitionszurückhaltung der Handwerksbetriebe verschärft. Es droht eine "Modernisierungskrise" im deutschen Handwerk, die mittel- bis langfristig nicht ohne Auswirkungen auf Wachstum, Beschäftigung und Ausbildung bleiben wird.

Vor diesem Hintergrund hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks in Zusammenarbeit mit 38 Handwerkskammern im Rahmen der Konjunkturumfrage für das erste Quartal 1999 eine Sonderumfrage zu den Investitionshemmnissen im Handwerk durchgeführt, um die aus betrieblicher Sicht bestehenden Investitionshemmnisse zu hinterfragen. Die Handwerksbetriebe wurden in vier Frageblöcken befragt, wie hoch ihre Investitions- und Umsatzsummen im Jahr 1998 lagen, in welchem Maße bestimmte Hemmnisse einer Ausweitung ihrer Investitionsaktivitäten entgegenstehen, wie die Arbeit der neuen Bundesregierung ihre Investitionsbereitschaft beeinflusst hat und zu welchem Zwecke sie im laufenden Jahr Investitionen planen. An der Umfrage waren 28 Kammern aus dem alten Bundesgebiet und 10 aus den neuen Bundesländern beteiligt. Rund 15.400 Betriebe sind in der Umfrage erfasst.

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