13.07.2005

H@ndwerk im Internet

Ergebnisse der ZDH-Umfrage bei Handwerksbetrieben im 3. Quartal 2000.

Neue Informations- und Kommunikationstechnologien verändern die Wirtschaftsprozesse grundlegend: Dem Internet kommt dabei als weltumspannendes Informations- und Kommunikationsnetz eine besondere Bedeutung zu. So schafft es nicht nur Transparenz und Zugriff auf eine Vielfalt von Informationen aus allen Wissensbereichen, vielmehr ermöglicht es eine uneingeschränkte Kommunikation über geographische Grenzen und Zeitzonen hinweg. Das "World Wide Web" entwickelt sich aber vor allem zu einer umfassenden Plattform für den Kauf und Verkauf von Waren und Dienstleistungen, und somit für zukünftige Umsätze und Gewinne im Netz. Schon heute "produziert" das Internet täglich viele Unternehmen, die sich ausschließlich dem Handel im Internet widmen, und es fordert von den bestehenden Unternehmen, ihr traditionelles Produkt- und Dienstleistungsangebot zusätzlich auf dem virtuellen Marktplatz anzubieten.

Auch für die Handwerksbetriebe eröffnen sich durch die Nutzung und den gezielten Einsatz des "WWW" neue Möglichkeiten, ihre traditionellen Absatz- und Beschaffungswege zu erweitern und neue Geschäftsfelder zu erschließen. Vor dem Hintergrund der seit Jahren knappen Auftragslage im Handwerk stellt die Nutzung des Internet ein probates Mittel dar, zusätzliche Umsätze zu realisieren. Darüber hinaus bieten die Kommunikations- und Informationsvorteile des Internet neue Instrumente, um den Dienstleistungsgehalt der Leistungserstellung im Handwerk noch weiter zu erhöhen.

In diesem Zusammenhang wird allerdings vielfach behauptet, dass die Handwerkswirtschaft den Zug schon verpaßt hat und im Rennen um Marktanteile auf dem virtuellen Marktplatz abgeschlagen auf den hinteren Plätzen rangiert. Allerdings liegen über die Nutzung des Internet im Handwerk bislang nur sehr wenige Angaben vor.

Deshalb hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit 28 Handwerkskammern im Rahmen der Konjunkturumfrage für das dritte Quartal 2000 eine Sonderumfrage "Handwerk im Internet" durchgeführt. Zielsetzung war es herauszufinden, wie stark die Handwerksbetriebe bereits das Internet nutzen, welche Nutzungsarten dabei im Vordergrund stehen und welche Hemmnisse einer stärkeren Nutzung durch die Handwerksbetriebe entgegenstehen. An der Umfrage haben sich 12.200 Betriebe aus dem gesamten Bundesgebiet mit rund 210.000 Beschäftigten beteiligt. Die regionale Repräsentativität ist durch die Beteiligung von 8 ostdeutschen und 20 westdeutschen Handwerkskammerbezirken gewährleistet.

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