Fachkräftebedarf im Handwerk

Ergebnisse der ZDH-Umfrage bei Handwerksbetrieben im 3. Quartal 2006

Nachdem die Handwerksbetriebe in Folge der rezessiven Entwicklung der Handwerkskonjunktur in den vergangenen 5 Jahren weit mehr als 1 Million Beschäftigte abbauen mussten und ihren Personalbestand vielfach auf ein Minimum reduziert haben, hat die Handwerkskonjunktur im Jahr 2006 erstmals seit vielen Jahren wieder kräftig an Fahrt aufgenommen und bietet die Chance auf mehr Wachstum und auf eine positivere Beschäftigtenentwicklung. Wenngleich die meisten Betriebe die zusätzliche Nachfrage noch mit dem bestehenden Personal bewältigen können, so werden vor allem in den Betrieben, die besonders stark vom konjunkturellen Aufschwung profitieren, schon heute zusätzliche Fachkräfte gesucht. Dabei stehen die Betriebe aber häufig vor dem Problem, die offenen Stellen trotz der hohen Arbeitslosigkeit nicht mit geeigneten Fachkräften besetzen zu können.  

Nicht besetzbare Stellen stehen allerdings nicht nur einer positiveren Beschäftigtenentwicklung im Handwerk entgegen, vielmehr können sie Investitionen und Wachstum in den Betrieben bremsen und den strukturellen Wandel im Handwerk behindern. Dabei ist bereits jetzt absehbar, dass sich die aktuelle Problemlage aufgrund der demographischen Entwicklung in der Zukunft noch deutlich verstärken wird. Sinkende Schülerzahlen und ein insgesamt rückläufiges Erwerbspersonenpotential werden den Fachkräftemangel schon in der nahen Zukunft verschärfen und es auch den Betrieben, die nur aufgrund der natürlichen Fluktuation Fachkräfte ersetzen müssen, schwerer machen, geeignetes Personal zu finden.  

Vor diesem Hintergrund hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit 30 Handwerkskammern im Rahmen seiner Konjunkturumfrage für das dritte Quartal 2006 eine Umfrage zum „Fachkräftebedarf im Handwerk“ durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, mit Hilfe von acht kurzen Fragen herauszufinden, wie hoch der aktuelle Fachkräftebedarf im Handwerk ist, ob und in welchem Ausmaß Probleme bei der Besetzung der offenen Stellen auftreten, welche Probleme hauptsächlich der Besetzung entgegenstehen und mit welchen Strategien die Betriebe selber einer eventuellen Fachkräftelücke begegnen wollen. An der Umfrage haben sich rund 10.200 Betriebe aus dem gesamten Bundesgebiet mit rund 140.000 Beschäftigten beteiligt. Sie wurden in 6 ostdeutschen und 24 westdeutschen Handwerkskammerregionen befragt.  

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Fachkräftebedarf im Handwerk
(PDF)
Ergebnisse einer SU bei Handwerksbetrieben - 3. Quartal 2006