25.07.2008

Energieeinsparungen im Handwerk

Ergebnisse der ZDH-Umfrage bei Handwerksbetrieben im 3. Quartal 2008

In den vergangenen Jahren sind die Energiekosten stark gestiegen. So lagen die Preise für Superbenzin zur Jahresmitte 2008 um rund 50 Prozent über dem Niveau des Jahres 2000, bei Dieselkraftstoff betrug die Teuerung rund 86 Prozent. Zudem sind auch die Preise für Erdgas im Zeitraum von 2000 bis zur Jahresmitte 2008 um rund 70 Prozent gestiegen, bei leichtem Heizöl betrug die Steigerung sogar 130 Prozent. Die Kostenexplosion belastet sowohl die privaten Haushalte, als auch die Handwerksbetriebe in einem bisher nicht bekannten Ausmaß. Dabei drohen sich die Energiekostensteigerungen nicht nur zu einer Konjunkturbremse für die Volkswirtschaft und für das Handwerk zu entwickeln, zumal die Mehrausgaben nicht mehr für anderweitigen Konsum zur Verfügung stehen, sondern auch die Ertragssituation im Handwerk weiter zu schmälern. Deshalb kommt den Anstrengungen der Betriebe, Energie einzusparen, eine besondere Bedeutung zu. Hierzu bieten sich viele Ansatzpunkte: Beginnend beim Fuhrpark der Betriebe, im Produktionsprozess selber, aber auch bei der Beheizung, der Kühlung und der Beleuchtung der Gebäude und der Verkaufsräume.

Die Senkung des Energieverbrauchs kann u.a. dazu beitragen, Steigerungen der Produktpreise für die Endkunden zu vermeiden und damit die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten, die Betriebe mittel- bis langfristig gegen steigende Energiekosten abzusichern und Ertragseinbußen zu vermeiden. Allerdings ist bisher nicht bekannt, inwieweit die Handwerksbetriebe die Notwendigkeiten zu Einsparmaßnahmen bereits realisiert oder schon in die Tat umgesetzt haben und was dem entgegensteht.  

Vor diesem Hintergrund hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit 33 Handwerkskammern im Rahmen seiner Konjunkturumfrage für das dritte Quartal 2008 eine Umfrage zum Thema „Energieeinsparungen im Handwerk“ durchgeführt. Ziel der Umfrage war es herauszufinden, ob die Handwerksbetriebe bereits in der Vergangenheit Energie sparende Maßnahmen im Betrieb umgesetzt haben und was die Gründe dafür waren. Darüber hinaus sollen sie Auskunft geben, ob vor dem Hintergrund der jüngsten Energiepreissteigerungen Einsparmaßnahmen geplant sind, wie hoch sie die Einsparpotentiale für ihren Betrieb einschätzen und welche Hemmnisse einer Realisierung von Energieeinsparmaßnahmen im Wege stehen. Schließlich wurde auch erfragt, ob die Fördermöglichkeiten (u.a. der Sonderfonds Energieeffizienz für KMU) bekannt sind. An der Umfrage haben sich rund 10.200 Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet mit knapp 200.000 Beschäftigten beteiligt. Sie wurden in 11 ostdeutschen und 22 westdeutschen Handwerkskammerregionen befragt.

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Energieeinsparungen im Handwerk
(PDF)
Ergebnisse einer SU bei Handwerksbetrieben - 3. Quartal 2008