Betriebliche Altersvorsorge im Handwerk

Ergebnisse der ZDH-Umfrage bei Handwerksbetrieben im 1. Quartal 2006

Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung, der steigenden durchschnittlichen Lebenserwartung und bislang ungelöster Probleme auf dem Arbeitsmarkt ist absehbar, dass das Rentenniveau in der gesetzlichen Rentenversicherung in der Zukunft weiter sinken wird. Um den im Berufsleben erreichten Lebensstandard auch im Alter fortsetzen zu können, muss deshalb die zusätzliche Altersvorsorge in der Zukunft einen noch höheren Stellenwert erhalten als bislang. Diesbezüglich wurden mit dem Inkrafttreten des Altersvermögensgesetzes und des Altersvermögensergänzungsgesetzes zum 1. Januar 2002 die Rahmenbedingungen für die Zusatzvorsorge in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst geändert und die Anreize für mehr Eigenvorsorge gestärkt. So wurden neben der Verkürzung der Unverfallbarkeitsfristen sowie der Einführung der Pensionsfonds und des gesetzlichen Anspruchs auf Entgeltumwandlung auch umfangreiche steuer- und beitragsrechtliche Fördermöglichkeiten eingeführt.

In diesem Zusammenhang hat die Bundesregierung in ihrer Koalitionsvereinbarung vom 11. November 2005 angekündigt, im Jahr 2007 zu überprüfen, welchen Verbreitungsgrad die betriebliche und die private Altersvorsorge inzwischen erreicht haben und wie die weitere Entwicklung des Ausbaus der zusätzlichen Altersvorsorge einzuschätzen ist. Sollte sich zeigen, dass durch die Förderung mit den bisherigen Instrumenten eine ausreichende Verbreitung der zusätzlichen Altersvorsorge nicht erreicht werden kann, will sie über geeignete weitere Maßnahmen entscheiden. In der Diskussion ist dabei u.a. eine obligatorische Verpflichtung zur betrieblichen Altersvorsorge. In diesem Zusammenhang ist auch von Bedeutung, dass die aktuelle Beitragsfreiheit bei der Entgeltumwandlung zum Jahresende 2008 abgeschafft werden soll. Damit würden jedoch die Anreize zur freiwilligen zusätzlichen Altersvorsorge reduziert.

Vor diesem Hintergrund hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit 23 Handwerkskammern im Rahmen seiner Konjunkturumfrage für das erste Quartal 2006 eine Umfrage zur „Betrieblichen Altersvorsorge im Handwerk“ durchgeführt. Ziel der Umfrage war es, die Verbreitung und die Struktur der betrieblichen Altersvorsorge im Handwerk zu ermitteln, aber auch Angaben zu den Altersvorsorgestrukturen der Betriebsinhaber zu gewinnen. An der Umfrage haben sich knapp 6.900 Betriebe aus dem gesamten Bundesgebiet mit rund 95.000 Beschäftigten beteiligt. Es waren 7 ostdeutsche und 16 westdeutsche Handwerkskammern beteiligt.

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Betriebliche Altersvorsorge im Handwerk
(PDF)
Ergebnisse einer SU bei Handwerksbetrieben - 1. Quartal 2006