13.07.2005

Arbeitsvermittlung im Handwerk

Ergebnisse der ZDH-Umfrage zur Arbeitsvermittlung in Handwerksbetrieben im 1. Quartal 2004

Die konjunkturelle Krise hat in den vergangenen Jahren zu einem starken Beschäftigtenabbau im Handwerk geführt. Allerdings vollzieht sich selbst vor dem Hintergrund solcher Negativentwicklungen eine kontinuierliche Personalfluktuation, weil z.B. die aus Altersgründen ausscheidenden Mitarbeiter ersetzt werden müssen, Betriebe entgegen dem Trend zusätzliche Mitarbeiter einstellen oder neue Ausbildungsverhältnisse eingegangen werden. Diesbezüglich benötigen die Handwerksbetriebe eine flexible und zielgenaue Arbeitsvermittlung, die ihnen dabei hilft, schnell einen qualifizierten neuen Mitarbeiter oder Auszubildenden zu finden, um damit die Kosten der Mitarbeitersuche und mögliche betriebliche Ausfallzeiten zu minimieren. Gerade die kleinen und mittleren Betriebe des Handwerks sind darauf besonders angewiesen, zumal sie im Vergleich zu größeren Mittelständlern bzw. Großbetrieben in der Regel keine eigene Personalabteilung haben, in der die Personalfluktuationen gemanagt werden.

Die Notwendigkeit einer effizienten Arbeitsvermittlung dürfte sich in der Zukunft noch verstärken, wenn die Arbeitskräftenachfrage wieder anzieht. Eine funktionierende Arbeitsvermittlung ist aber nicht nur einzelwirtschaftlich von großer Bedeutung, vielmehr hilft sie auch, die aus der Arbeitslosigkeit resultierenden Kosten für die Gesamtwirtschaft zu reduzieren.

Allerdings ist das System der deutschen Arbeitsvermittlung Anfang 2002 erheblich in die Kritik geraten, nach dem bekannt wurde, dass Vermittlungsaktivitäten falsch verbucht wurden. Seither wird am Umbau der ehemaligen Bundesanstalt für Arbeit und der Arbeitsämter gearbeitet, um aus der als schwerfällig titulierten Behörde ein modernes Dienstleistungsunternehmen mit flexiblen dezentralen Einheiten zu formen und die Effizienz der Arbeitsvermittlung zu steigern.

Vor diesem Hintergrund hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks gemeinsam mit 16 Handwerkskammern im Rahmen seiner Konjunkturumfrage für das erste Quartal 2004 eine Umfrage zur Bedeutung der „Arbeitsvermittlung im Handwerk“ durchgeführt, um zu erfahren, inwieweit und wie gut die Betriebe in der Vergangenheit mit den Arbeitsagenturen zusammengearbeitet haben, ob schon erste Erfolge des Umbaus spürbar sind und welche Wünsche die Betriebe an die Arbeitsagenturen als moderne Dienstleistungsunternehmen haben. An der Umfrage haben sich über 6.200 Betriebe aus dem gesamten Bundesgebiet mit über 80.000 Beschäftigten beteiligt. Es waren 4 ostdeutsche und 12 westdeutsche Handwerkskammern beteiligt.

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Arbeitsvermittlung im Handwerk
(PDF)
Sonderumfrage 1/2004