Immobiliendarlehen

Die EU-Richtlinie 2014/17/EU vom 04.02.2014 über Wohnimmobilienkreditverträge für Verbraucher und zur Änderung der Richtlinie 2008/48/EG, 2013/36/EU sowie der (EU) Verordnung 1093/2010 (sogenannte EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie [WIKR]) zielte auf eine Erhöhung des Verbraucherschutzes und die europaweite Harmonisierung der Bestimmungen bzgl. Werbung, Beratungsleistung, Kreditwürdigkeitsprüfung, Widerrufsrecht, vertragliche Informationen und ähnlichen.

So steht die Kreditwürdigkeitsprüfung künftig im Zeichen des Schutzes der Verbraucher vor Überschuldung. Zur Sicherstellung der nachhaltigen Bedienbarkeit von Zins- und Tilgungsleistungen durch den Kreditnehmer, müssen absehbare Risiken für die finanzielle Situation des Kreditnehmers bei der Kreditentscheidung berücksichtigt werden. Die Richtlinie gilt nicht unmittelbar in den Mitgliedstaaten, sondern muss in die nationale Rechtsetzung überführt werden. Hierfür hat die EU Spielräume der Mitgliedstaaten vorgesehen und zusätzlich Ausnahmen normiert, die nicht dem Anwendungsbereich der Richtlinie unterliegen.