22.11.2006

Wirtschaftlicher Nutzen der Bürgschaftsbanken

Im Auftrag der deutschen Bürgschaftsbanken hat das Institut für Mittelstandsökonomie in Trier den gesamtwirtschaftlichen Nutzen der Tätigkeit der Bürgschaftsbanken im Zeitraum 1998-2002 untersucht und im Sommer 2006 das Ergebnis vorgelegt.  

Die Ergebnisse der empirischen Erhebungen liefern Belege dafür,

  • dass die Bürgschaftsbanken in erheblichem Maße dazu beitragen, dass Existenzgründungen sowie kleine und mittlere Unternehmen, denen es an banküblichen Sicherheiten mangelt, dennoch Zugang zu Krediten erhalten, sofern das zu finanzierende Vorhaben Erfolg versprechend ist und
  • dass durch die Übernahme von Bürgschaften und Beteiligungsgarantien zusätzliche Investitionen angestoßen werden, die ohne den Einsatz dieser Sicherungsinstrumente nicht oder nicht in dieser Höhe getätigt würden.  

Im Vergleich zu der Situation, in der es die Bürgschaftsbanken nicht gäbe,

  • steigt das Bruttoinlandsprodukt jahresdurchschnittlich um 3,2 Mrd. €,
  • wächst die Anzahl der Beschäftigten durchschnittlich um 12.900 pro Jahr,
  • reduziert sich die Anzahl der Erwerbslosen jährlich um durchschnittlich 9.100
  • fallen die Gütersteuern jahresdurchschnittlich um 330 Mio. € sowie die Einkommens- und Vermögenssteuern um 390 Mio. € höher aus,
  • steigt der Finanzierungssaldo des Staates, also die Differenz von gesamtstaatlichen Einnahmen und Ausgaben, durchschnittlich um rund 670 Mio. € pro Jahr.  

Eine Kurzfassung der Studie können Sie über den nachfolgenden Link downloaden: 
INMIT-Studie (Kurzfassung)

Die Langfassung der Studie ist im Buchhandel erhältlich:  
Axel G. Schmidt / Marco van Elkan (2006)
Der gesamtwirtschaftliche Nutzen der deutschen Bürgschaftsbanken
Lit-Verlag, Berlin, ISBN 3-8258-9515-7