25.03.2015

Einkommensteuer - Gesetzentwurf zum Bürokratieabbau

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 27. Februar 2015 einen Referentenentwurf zur Entlastung insbesondere der mittelständischen Wirtschaft von Bürokratie vorgelegt. Insgesamt sollen die Betriebe um ca. 500 Mio. Euro an Bürokratie entlastet werden. 

Folgende steuerrechtliche Punkte sind dabei aus Sicht des Handwerks besonders hervorzuheben: 

  • Anhebung der Grenze zur Bilanzierungspflicht
    Die Grenze, ab der Unternehmen bilanzierungspflichtig sind, soll im HGB und in der Abgabenordnung von 500.000 Euro Jahresumsatz oder 50.000 Euro Jahresgewinn auf 600.000 bzw. 60.000 Euro angehoben werden. Die Änderung der Grenzen soll analog auch in § 241a HGB vorgenommen werden.
  • Zweijähriger Faktor beim Lohnsteuerabzug für Ehegatten
    Das optionale Faktorverfahren beim Lohnsteuerabzug für Ehegatten soll dahingehend erleichtert werden, dass der Faktor für zwei Jahre anstatt wie bisher für ein Jahr gelten soll. Damit wird das Faktorverfahren der zweijährigen Gültigkeit von Freibeträgen angepasst.
  • Anhebung der Grenze für Lohsteuerpauschalierung bei Aushilfskräften
    Die Grenze für die pauschale Erhebung der Lohnsteuer mit 25 % des Arbeitslohns für Aushilfskräfte soll - als Folge der Einführung des Mindestlohns - von 62 Euro pro Arbeitstag auf 68 Euro angehoben werden. 

Darüber hinaus werden die Grenzwerte für die Meldepflichten für Existenzgründer in verschiedenen Rechtsbereichen höher angesetzt und die Pauschalierungsgrenzen im Bereich des Steuerverfahrensrechts angehoben.

 

Luisa Luft