Literaturtipp - Interne Rechnungslegung im Insolvenzverfahren

Zu den zentralen Elementen der internen Rechnungslegung im Insolvenzverfahren gehören der verfahrenseröffnende Massestatus und die Schlussrechnung des Insolvenzverwalters. Hinzu kommen situationsbezogene Planrechnungen, die zumeist von Gutachtern aus den prüfenden und beratenden Berufsständen verantwortet werden. Was solche Rechnungen leisten können (und was nicht), wie diese Rechenwerke nach geltendem Recht und betriebswirtschaftlichen Maßstäben zu konzipieren sind, steht im Zentrum dieses Buches.

Heni erläutert zunächst in kommentarartiger Form einen geschlossenen Komplex insolvenzrechtlicher Rechnungslegungsvorschriften. Darüber hinaus zeigt er, warum Insolvenzverwalter ihre Rechnungslegung teilweise abweichend von normativen Vorstellungen gestalten, und wie durch gezielte "Bilanzpolitik" die Verfahrensabwicklung beeinflusst werden kann.

Hierzu ist es notwendig, sich in die Zielvorstellungen und ökonomischen Sachzwänge hineinzuversetzen, denen Insolvenzverwalter in praxi unterliegen. Erst unter Einbezug dieser Perspektive entsteht die Befähigung, Daten und Ergebnisse der internen Rechnungslegung professionell zu analysieren und kritisch hinterfragen zu können.

PD Dr. Bernhard Heni, StB, vertritt an der Universität Kassel im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften das Fachgebiet "Bilanzielles Rechnungswesen". Er befasst sich seit vielen Jahren theoretisch und in engem Kontakt zur Praxis mit den Schnittstellen zwischen Insolvenzrecht und Betriebswirtschaftslehre.

Bibliographie:
Heni, Bernhard: Interne Rechnungslegung im Insolvenzverfahren
März  2006
IDW Verlag, Düsseldorf
268 Seiten, 69,00 Euro
ISBN 3-8021-1226-1