Literaturtipp - Handbuch der Rechnungslegung nach IFRS

Grundlagen und praktische Anwendung

- von Prof. Dr. Hartmut Bieg, Inhaber des Lehrstuhlts für Betriebswirtschaftslehre, Universität des Saarlandes; Prof. Dr. Christopher Hossfeld, wissenschaftlicher Direktor an der European School of Management, Paris; Prof. Dr. Heinz Kussmaul, Direktor des Betriebswirtschaftlichen Instituts für Steuerlehre und Entrepreneurship, Universität des Saarlandes; Prof. Dr. Gerd Waschbusch, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, Universität des Saarlandes, Saarbrücken -

Der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards IFRS ist seit 2005 für alle kapitalmarktorientierten EU-Unternehmen mit wenigen Ausnahmen verpflichtend. Mit dem Bilanzrechtsreformgesetz dürfen auch andere, nicht kapitalmarktorientierte Unternehmen statt eines HGB-Abschlusses ihren Konzernabschluss nach IFRS erstellen.

Das "Handbuch der Rechnungslegung nach IFRS" aus der Feder von vier Hochschullehrern erläutert ausführlich die komplexe Materie. Zahlreiche Ausweis- und Bewertungsbeispiele verweisen auf die Praxisanwendung. Die verständliche und systematische Darstellung richtet sich an Praktiker, die zur Aufstellung eines IFRS-Abschlusses verpflichtet sind bzw. die sich überlegen, ob sie freiwillig einen solchen Abschluss erstellen sollen; selbstverständlich gehören auch Prüfer von Abschlüssen nach IFRS zur Zielgruppe. 

Kapitel A widmet sich zunächst den Grundlagen der IFRS im Vergleich zu den deutschen Rechnungslegungsnormen. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den Aufgaben und Adressaten.

Das umfangreiche Kapitel B beschäftigt sich mit der Bilanz nach IFRS, wobei zunächst in einem allgemeinen Teil neben der Frage der Aktivierungs- und Passivierungsregeln und der Bilanzgliederung die einzelnen Wertmaßstäbe nach IFRS dargestellt werden, die beim Zugang von Vermögens- und Schuldpositionen sowie in der Folge zu jedem Geschäftsjahresende eine Rolle spielen. Die folgenden Teile dieses Kapitels behandeln in ausführlicher und kritischer Weise die speziellen Bilanzierungsvorschriften für die einzelnen Aktiv- und Passivpositionen; Ausführungen zum Bilanzausweis und zu den erforderlichen Anhangangaben schließen sich jeweils an.

In den folgenden Kapiteln werden andere Rechnungslegungsinstrumente sowie die bankenspezifischen bzw. die versicherungsspezifischen Besonderheiten der IFRS behandelt. Abschließend ist die Umstellung eines HGB-Abschlusses auf den IFRS-Abschluss Thema.

Bibliographie:
Bieg/Hossfeld/Kussmaul/Waschbusch: Handbuch der Rechnungslegung nach IFRS
Januar 2006,
IDW Verlag, Düsseldorf
520 Seiten, Preis:79,00 Euro
ISBN 3-8021-1236-9