2010 - Der Euro, die Krise, die Rettung?

Der Blick auf das Jahr 2010 weist eine erheblich "abwechslungsreichere" Entwicklung des Euros als in den vorangegangenen Jahren auf. So ist auch im Bezug auf 2011 die Frage berechtigt, welchen Verlauf die Krise (eine Negativerwartung unterstellt) - und die damit in Verbindung stehende Krisenintervention - nehmen könnte. Welche Auswirkungen sind dabei für Deutschland, im Besonderen für Bürger und Unternehmen zu erwarten?

Die Bundesebene - oder das "klassisch konfligierende" Modell
Auf Bundesebene, besonders im parlamentarischen Bereich, werden die Stabilisierungsmaßnahmen für den Euro anhaltend diskutiert. Im Besonderen die auf der europäischen Ebene geführte Diskussion über die Euro-Bonds, wesentlich auch von Euro-Gruppenchef Juncker gefordert, bekommt damit eine neue Dynamik. Wer sind die Unterstützer der Einführung von Euro-Bonds auf Bundesebene? Hier setzen sich Steinmeier und der Ex-Finanzminister Steinbrück für eine Lösung zur Finanzierung klammer Euro-Staaten ein. Die Bundesregierung verfolgt indessen den Weg zu einem Mehr an "Harmonie und Wettbewerbsfähigkeit in den Mitgliedstaaten". Dies inkludiert eine Stabilisierung der Wirtschaft, solide Staatsfinanzen und kohärentes Agieren in Zeiten des wirtschaftlichen Aufschwungs. 

Euro-Bonds - Die Lösung?
Grundsätzlich ist der Anreiz zu einer Verteilung bzw. Vergemeinschaftung von Belastungen, (die nicht unwesentlich auch durch Staatschulden in den sog. PIGS-Staaten hervorgerufen worden sind) infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise für bestimmte Gruppen von Interesse. Dennoch kann der europäische Weg keine derartige "Homogenisierung", wie oben ausgeführt, beinhalten. 

Nachhaltige Ziele
Die Zielsetzung der Europäischen Union sollte vielmehr sein, dass a) die mit den Verträgen von Maastricht (1992) und Lissabon (2009) gesetzten Vorgaben - i.S. des nationalen Gestaltungsraums - unverändert bleiben und b) der Grundsatz der Wettbewerbsfähigkeit weiterhin betont wird. Dies auch im Hinblick auf mögliche Folgen der Euro-Krise für Bürger und Unternehmen.