21.12.2016

Schweiz: Hohe Produktivität und niedrige Steuern

Die Schweiz liegt seit Jahren auf einer Spitzenposition im internationalen Ranking bei der Standortwahl für eine Unternehmensgründung. Hohe Produktivität, unternehmensfreundliche Steuergesetze, die hervorragende Infrastruktur und eine stabile Währung schaffen ein positives Investitionsklima. Ausländische Investitionen haben in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen, in den letzten fünf Jahren betrug der Zuwachs rund 83 %. 2014 kamen die Investitionen vor allem aus dem Vereinigten Königreich (16 Mrd. CHF), gefolgt von Luxemburg und den USA (je 6 Mrd. CHF) sowie den Niederlanden (5 Mrd. CHF). Die meisten Gelder flossen in den Dienstleistungssektor, gefolgt vom Handel.

Die Schweiz belegt 2015/2016 zum siebten Mal in Folge den ersten Platz bei den Unternehmensausgaben für Forschung und Entwicklung im Ranking des vom World Economic Forum (WEF) erstellten Global Competitiveness Report, vor den USA und Singapur. Hinzu kommen ein ausgezeichnetes Bildungssystem und ein effizienter Arbeitsmarkt mit einer guten Zusammenarbeit zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.

Standortnachteile sind der kleine Binnenmarkt mit rund 8 Mio. Einwohnern, die begrenzte Zahl von Fachkräften sowie das Wechselkursrisiko. Durch die Aufwertung des Franken in den letzten Jahren sind Importe billiger, Exporte hingegen teurer geworden.

Quelle: Märkte der Welt Nr. 38 vom 8. September 2016