20.12.2016

Rumänien: Bei deutschen Investoren beliebt

Laut einer aktuellen Umfrage der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) in Mittel- und Osteuropa zur wirtschaftlichen Lage, den Standortbedingungen und zu den Erwartungen im jeweiligen Gastland blicken deutsche Unternehmen in Rumänien optimistisch in die Zukunft. Das Vertrauen in die neue Regierung ist gestiegen und damit auch die Hoffnung, dass die Reformen vorangetrieben werden. Rumänien hat sich im Vergleich zu den Nachbarländern wirtschaftlich positiv entwickelt. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnet mit 3,8 % das größte Wachstum der letzten sechs Jahre. Der Anstieg ist insbesondere auf die weiter steigende Exporttätigkeit und den zunehmenden privaten Konsum zurückzuführen.

Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen haben sich in einigen Bereichen verbessert, in anderen besteht Nachholbedarf. Positiv bewertet werden die Steuersenkungen und die Fortschritte bei der Korruptionsbekämpfung. Die Bewertung der aktuellen Wirtschaftslage durch die deutschen Unternehmen hat sich verbessert: 30 % der Befragten schätzen sie besser ein als im Vorjahr (2015: 15 %). Die eigene Geschäftslage beurteilen 50 % der Befragten als gut (2015: 54 %), 61 % rechnen mit einer Verbesserung in diesem Jahr (2015: 75 %). Knapp die Hälfte der Unternehmen (44 %) sieht in 2016 eine bessere Branchenkonjunktur als im Vorjahr; 13 % sprechen von einer Verschlechterung.

Unzufriedenheit besteht wie in den meisten MOE-Ländern in Bezug auf Rechtssicherheit, Steuerverwaltung, öffentliche Behörden, Infrastruktur und Fachkräfteverfügbarkeit. Auch wenn zahlreiche deutsche Unternehmen einzelne Standortfaktoren schlecht beurteilen, würden sich 91 % der befragten Firmen wieder für Rumänien als Investitionsstandort entscheiden. Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 12,4 Mrd. EUR liegt Deutschland auf Platz 3 hinter den Niederlanden und Österreich.

Quellen: Ostwirtschaftsreport Nr. 36 vom 6. September 2016,
             Ostwirtschaftsreport Nr. 45 vom 8. November 2016