20.12.2016

Moderates Wirtschaftswachstum 2017

Die Europäische Kommission rechnet im Euroraum in 2016 mit einem BIP-Wachstum von 1,7 % sowie 1,9 % im kommenden Jahr und 1,7 % in 2018. Für Deutschland und die Gesamt-EU werden ähnliche Wirtschaftsentwicklungen erwartet. Der Privatkonsum dürfte wegen steigender Einkommen und Beschäftigungszahlen der Hauptwachstumsmotor sein. Dagegen wirken sich politische Ungewissheiten, verhaltene Zuwächse außerhalb der EU und ein schwacher Welthandel negativ auf die Wachstumsaussichten aus. 

Der aktuelle Aufwärtstrend kommt allen Mitgliedstaaten zugute. Das BIP in der EU liegt über dem Vorkrisenniveau, in einigen Ländern sogar mehr als 10 % über dem Tiefststand. Die Investitionstätigkeit soll in diesem Jahr um 3,3 %, 2017 um 3,1 % und um 3,5 % in 2018 steigen. Die Beschäftigtenzahl dürfte mit 1,4 % im Euroraum und in der EU in diesem Jahr so stark steigen wie seit 2008 nicht mehr, die Arbeitslosenquote soll von aktuell 10,1 % auf 9,2 % in 2018 sinken. Aufgrund fallender Ölpreise lag die Inflation im Euroraum im ersten Halbjahr auf einem sehr niedrigen Niveau, stieg jedoch im dritten Quartal wieder leicht an auf über 1 %.

Das weltweite BIP-Wachstum ist weiter zurückgegangen und liegt mit 3,2 % in diesem Jahr auf dem niedrigsten Stand seit 2009. Für 2017 wird ein leichter Anstieg der Wachstumsrate erwartet.

Quelle: Pressemitteilung der EU-Kommission vom 9. November 2016