20.12.2016

Frankreich: Deutsche Unternehmen zuversichtlich

Deutschland ist mit mehr als 3.000 Unternehmen und 445 Investitionsprojekten der zweitgrößte ausländische Investor in Frankreich. Die Deutsch-Französische Auslandshandelskammer (AHK) und Ernst & Young haben die 5. Auflage der Studie "Deutsche Unternehmen in Frankreich: Geschäftslage, Einschätzungen und Erwartungen 2016/2017" veröffentlicht. Danach hat sich die Wirtschaftslage für deutsche Unternehmen in Frankreich insgesamt verbessert: Während 2014 noch 82 % der deutschen Unternehmen die Lage der französischen Wirtschaft als schlecht beurteilten, sind es 2016 nur noch 58 %.  

Mit einer Verbesserung der eigenen Geschäftslage in den nächsten Monaten rechnen 31 % der Unternehmen gegenüber 19 % in 2014. Lediglich 7 % erwarten eine Verschlechterung ihrer Lage. Für 2017 rechnen 55 % der Unternehmen mit gleichbleibenden Gewinnen vor Steuern, ein Drittel der Befragten erwartet eine Steigerung, nur 12 % rechnen mit einer Verschlechterung innerhalb der nächsten 12 Monate. Zusätzliche Mitarbeiter einstellen wollen 28 % der Befragten, bei 59 % bleibt die Beschäftigungslage unverändert. Vom Standort Frankreich exportiert über die Hälfte der Unternehmen ins Ausland. 52 % der Befragten wollen ihre Ausfuhren erhöhen; 2014 lag der Anteil bei 46 %.

Durch die Schaffung von Steuererleichterungen bei Neueinstellungen im Jahr 2013 und nur geringen Lohnsteigerungen hat sich die Wettbewerbsfähigkeit der französischen Wirtschaft bei den Arbeitskosten im Vergleich zu Deutschland verbessert. Das Engagement deutscher Firmen in Frankreich hängt ab von der Höhe der Sozialabgaben und Steuern, der Verfügbarkeit von qualifiziertem Personal, der Arbeitsflexibilität sowie Beständigkeit von Gesetzen und Regelungen. 53 % der Unternehmen würden sich wieder für Frankreich als Investitionsstandort entscheiden, 13 % würden dort nicht mehr investieren. 

Quelle: Deutsch-Französische Auslandshandelskammer, Oktober 2016