20.12.2016

Deutsche Unternehmen kehren nach Russland zurück

Die deutschen Exporte nach Russland sind vor allem wegen der Wirtschaftssanktionen 13 Quartale in Folge gesunken. Nach Schätzungen des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (OA) liegt die Gesamtlast der Wirtschaftssanktionen für die europäische Wirtschaft einschließlich Russland im dreistelligen Milliardenbereich. 

Erstmals seit Beginn der westlichen Sanktionen sind die deutschen Exporte nach Russland im dritten Quartal 2016 wieder - um 3,9 % - angestiegen. Setzt sich der Aufwärtstrend fort, könnte für das Gesamtjahr 2016 noch ein leichtes Exportplus erreicht werden, wenngleich auf sehr niedrigem Niveau. Auch die deutschen Direktinvestitionen in Russland haben sich erholt: Im ersten Halbjahr 2016 lagen sie bei 1,73 Mrd. EUR gegenüber 1,78 Mrd. EUR im gesamten Jahr 201

Mit Interesse befassen sich deutsche Unternehmen mit dem neuen Instrument "SpezInvestKontrakte" (SPIK). Hierbei verpflichten sich Unternehmen, eine langfristige Produktion mit hohem Lokalisierungsgrad in Russland aufzubauen. Im Gegenzug sichert ihnen die russische Regierung unveränderte Rahmenbedingungen und Steuervergünstigungen zu

Wachstumsbranchen in Russland sind aus Sicht von Germany Trade & Invest (GTAI) die Textil-, Ernährungs-, Chemie- und Pharmaindustrie; als problematisch werden die Automobil- und die Baubranche angesehen.

Quelle: Ostexperte.de, Dezember 2016