26.10.2017

Serbien: Zuschüsse für neue Arbeitsplätze

Die serbische Wirtschaft befindet sich seit 2015 im Aufschwung mit Zuwachsraten von 2 % bis 3 %. Dank günstiger Arbeitskosten ist Serbien ein international wettbewerbsfähiger Fertigungsstandort. Zudem profitiert das Land von der guten Anbindung an Mittel- und Osteuropa. Ausländische Investoren werden mit Fördergeldern für neue Arbeitsplätze angelockt, die vor allem auf Engagements im verarbeitenden Gewerbe abzielen. Laut Angaben der serbischen Zentralbank flossen gut 70 % der ausländischen Direktinvestitionen zwischen 2010 und 2016 in das verarbeitende Gewerbe, Beteiligungen an Banken und Versicherungen sowie Aktivitäten im Groß- und Einzelhandel. Gut drei Viertel der FDI stammten aus EU-Ländern.

Auf weitere positive Standortfaktoren weisen die Ergebnisse der alljährlichen Konjunkturumfrage der deutschen Auslandshandelskammer in Serbien hin. 84 % der befragten Firmen gaben im Frühjahr an, erneut in Serbien investieren zu wollen. Die Unternehmen lobten neben der Qualität und der Verfügbarkeit lokaler Zulieferer vor allem Produktivität und Leistungsbereitschaft der Arbeitnehmer sowie deren Qualifikation und akademische Ausbildung. Als verbesserungswürdig gilt das mangelnde Praxiswissen.

Rund 350 deutsche Unternehmen mit ungefähr 35.000 Beschäftigten sind mittlerweile in Serbien tätig mit Schwerpunkten in der Automobilzulieferer-industrie, dem Groß- und Einzelhandel und der Baustoffindustrie.

Nähere Auskünfte:
Deutsch-Serbische Wirtschaftskammer
Tel.: +381-11-202 8010 - 11
E-Mail: info@ahk.rs
www.serbien.ahk.de

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 182 vom 20. September 2017