26.10.2017

Philippinen: Importe auf Wachstumskurs

Um die Nachfrage nach Konsum- und Investitionsgütern bedienen zu können, müssen die Philippinen weiter stark importieren. Im ersten Halbjahr 2017 sind die Im- und Exporte gestiegen. Nach vorläufigen Zahlen der Statistics Authority erhöhten sich die – 2015 und 2016 bereits deutlich gestiegenen – Einfuhren gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,6 % und die – in den beiden Jahren zuvor geschrumpften – Ausfuhren  um 13,6%.

Das Außenhandelsdefizit ist daher weiter angewachsen. Während es im ersten Halbjahr 2014 noch bei 1,5 Mrd. USD lag, stieg es in den ersten sechs Monaten diesen Jahres auf knapp 13,2 Mrd. USD.

Das hohe Importwachstum wird vor allem durch langlebige Konsum- und Investitionsgüter sowie die wieder gestiegenen Brennstoffpreise verursacht, deren Importwert im ersten Halbjahr um 31 % gestiegen ist.

Wichtigstes Lieferland der Philippinen ist China vor Japan. Gemeinsam mit Hongkong hat China bereits einen Lieferanteil von über 21 %, gegenüber      12 % von Japan. Mit 915 Mio. USD (2,1 %) rangiert Deutschland auf dem 12. Platz. Zweitgrößter Importeur aus der EU ist Frankreich mit einem Anteil von 1,2 %.

Auch als Abnehmer gewinnen China und Hongkong für die Philippinen immer mehr an Bedeutung. Im ersten Halbjahr entfielen auf diese Länder bereits 23,6 % aller Ausfuhren. Japans Anteil hingegen sank von 21,1 auf 16,7 %. Deutschland importierte Waren im Wert von 1,3 Mrd. USD und war mit einem Anteil von 4,1 % wichtigster Zielmarkt in der EU für philippinische Ausfuhren vor den Niederlanden.

Quelle: Nachrichten für Außenhandel Nr. 174 vom 8. September 2017