26.10.2017

Kamerun: Sehr gute Chancen für Maschinenbau-Zulieferer

Neben Privatinvestoren fokussieren sich viele Geberorganisationen auf die Unterstützung der Kameruner Landwirtschaft. Ende 2014 erließ die Weltbank ein bis 2019 laufendes Hilfsprogramm in Höhe von rund 76 Mio. EUR für den Anbau von Mais, Sorghum und Kassava. Mit EU-Hilfe in Höhe von etwa 22 Mio. EUR soll die Kaffeeproduktion angekurbelt werden.

Nach langen Jahren der Stagnation verzeichnet Kamerun derzeit für afrikanische Verhältnisse überdurchschnittlich hohe Raten wirtschaftlichen Wachstums. Für das laufende Jahr wird eine BIP-Zunahme um 4,6 %, für 2018 von 4,9 % erwartet.

Vom Industriezentrum Duala aus wird nicht nur der einheimische Markt versorgt, sondern auch die weiteren Staaten der CEMAG-Region wie der Tschad, die Zentralafrikanische Republik, Gabun, Äquatorialguinea und Kongo-Brazzaville. Insgesamt umfasst der Markt zurzeit etwa 51 Mio. Menschen bei einem Bevölkerungswachstum von etwa 2,5 %.

Deutsche Landtechnik wird in der Region nicht aktiv vertrieben und spielt praktisch keine Rolle. Im Land ist kein deutscher Hersteller vertreten, wohingegen europäische Wettbewerber, beispielsweise aus Belgien oder Frankreich, sich vor Ort um ihre Kunden bemühen.

Hervorragende Zulieferchancen gibt es für deutsche Unternehmen im Bereich der wachsenden Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Bisher sind deutsche Anbieter jedoch kaum präsent. Es gibt noch keine eigenen Repräsentanzen, einige Lieferanten nutzen lokale Distributoren. Größere Lieferanten haben ihre regionale Niederlassung in Lagos im benachbarten Nigeria.

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Quelle: Märkte der Welt Nr. 30 vom 27. Juli 2017